Was kostet Heizung einbauen? Preise 2026 in Österreich
Der Einbau einer neuen Heizung ist eine der wichtigsten Investitionen für Ihr Zuhause und wirkt sich direkt auf Ihre jährlichen Energiekosten aus. In Österreich wird der Umstieg auf erneuerbare Heizsysteme durch die Bundesförderung "Raus aus Öl und Gas" mit bis zu 75 Prozent der Kosten gefördert. Je nach Heizungsart müssen Sie mit Gesamtkosten zwischen 3.000 und 25.000 EUR rechnen.
Heizungsarten im Kostenvergleich
Die Anschaffungskosten für eine neue Heizung variieren je nach Technologie erheblich. Eine Gasbrennwerttherme ist mit 3.000 bis 8.000 EUR die günstigste Variante in der Anschaffung, allerdings ist der Einbau neuer Gasheizungen in Österreich seit 2023 in Neubauten verboten und auch im Bestand politisch nicht mehr erwünscht. Luft-Wärmepumpen kosten zwischen 10.000 und 18.000 EUR inklusive Installation und sind die beliebteste Alternative. Sie nutzen die Außenluft als Wärmequelle und benötigen keinen Erdkollektor oder Tiefenbohrung. Erd-Wärmepumpen mit Tiefenbohrung sind mit 15.000 bis 25.000 EUR teurer, arbeiten aber effizienter und liefern auch bei tiefen Temperaturen zuverlässig Wärme. Pelletheizungen liegen bei 12.000 bis 20.000 EUR und eignen sich besonders für ältere Häuser mit bestehender Radiatorheizung, da sie hohe Vorlauftemperaturen liefern. Für alle erneuerbaren Systeme gilt: Die höheren Anschaffungskosten werden durch deutlich niedrigere Betriebskosten und großzügige Förderungen kompensiert. Zusätzlich kann eine Solarthermieanlage für 4.000 bis 8.000 EUR als Ergänzung installiert werden, die im Sommer die Warmwasserbereitung fast vollständig übernimmt und die Heizung im Frühjahr und Herbst unterstützt.
Förderungen in Österreich 2026 - Raus aus Öl und Gas
Die österreichische Bundesförderung "Raus aus Öl und Gas" ist das zentrale Förderinstrument für den Heizungstausch. Beim Umstieg von einer fossilen Heizung (Öl, Gas, Kohle oder Strom-Direktheizung) auf ein klimafreundliches System werden bis zu 75 Prozent der förderfähigen Kosten übernommen. Die Maximalförderung beträgt je nach Einkommenssituation und Maßnahme bis zu 23.000 EUR. Gefördert werden Wärmepumpen, Pellet- und Hackschnitzelheizungen, Fernwärmeanschlüsse sowie Holzvergaserkessel. Die Förderung umfasst nicht nur das Heizgerät selbst, sondern auch die Demontage der alten Anlage, Anpassungen am Abgassystem, notwendige Elektroarbeiten und die Entsorgung des alten Öltanks. Zusätzlich zur Bundesförderung bieten alle neun Bundesländer eigene Förderprogramme an. In Niederösterreich gibt es beispielsweise einen Zuschlag für einkommensschwache Haushalte, in der Steiermark wird die Kombination mit einer PV-Anlage extra gefördert. Bundes- und Landesförderungen sind in der Regel kombinierbar, sodass die tatsächliche Eigenleistung bei einem Heizungstausch oft nur 25 bis 40 Prozent der Gesamtkosten beträgt. Wichtig ist, den Förderantrag VOR der Beauftragung eines Installateurs einzureichen und die Registrierungsbestätigung abzuwarten.
Laufende Kosten pro Jahr im Vergleich
Neben den Anschaffungskosten sind die jährlichen Betriebskosten entscheidend für die Wirtschaftlichkeit einer Heizung. Für ein durchschnittliches Einfamilienhaus mit 150 Quadratmetern und einem Heizwärmebedarf von rund 15.000 kWh pro Jahr ergeben sich folgende jährliche Kosten: Eine Gasheizung verursacht bei aktuellen Gaspreisen Brennstoffkosten von 1.200 bis 1.800 EUR pro Jahr, zuzüglich einer jährlichen Wartung von 150 bis 250 EUR. Eine Luft-Wärmepumpe benötigt bei einer Jahresarbeitszahl von 3,5 etwa 4.300 kWh Strom, was bei einem Strompreis von 25 Cent pro kWh rund 1.075 EUR pro Jahr ergibt. Die Wartungskosten liegen bei nur 100 bis 200 EUR jährlich. Erd-Wärmepumpen arbeiten noch effizienter mit einer Jahresarbeitszahl von 4,5 und kommen auf Stromkosten von etwa 830 EUR pro Jahr. Eine Pelletheizung benötigt rund 3 Tonnen Pellets pro Jahr, was bei einem Pelletpreis von 300 bis 350 EUR pro Tonne Kosten von 900 bis 1.050 EUR bedeutet. Die Wartung ist mit 200 bis 350 EUR etwas aufwendiger, da regelmäßig die Asche entleert und der Brennraum gereinigt werden muss. Langfristig betrachtet sind Wärmepumpen und Pelletheizungen deutlich günstiger als fossile Systeme.
Umstieg von Öl oder Gas auf erneuerbare Energie
Der Umstieg von einer Öl- oder Gasheizung auf ein erneuerbares System erfordert eine sorgfältige Planung. Zunächst sollte eine Energieberatung durchgeführt werden, die in Österreich über die Energieberatungsstellen der Bundesländer oft kostenlos oder stark vergünstigt angeboten wird. Der Energieberater analysiert den Ist-Zustand Ihres Hauses, berechnet den Heizwärmebedarf und empfiehlt das passende Heizsystem. Bei älteren Häusern mit Radiatoren und hohen Vorlauftemperaturen ist eine Pelletheizung oft die beste Wahl, da sie problemlos Temperaturen von 70 bis 80 Grad Celsius liefert. Gut gedämmte Häuser oder Gebäude mit Fußbodenheizung sind ideal für Wärmepumpen, die bei niedrigen Vorlauftemperaturen am effizientesten arbeiten. Der Umstieg dauert je nach System und Umfang der notwendigen Anpassungen 3 bis 7 Arbeitstage. Bei einem Wechsel von Öl muss zusätzlich der Öltank fachgerecht entsorgt werden, was 500 bis 1.500 EUR kostet, aber ebenfalls gefördert wird. Der frei werdende Tankraum kann als Lagerraum genutzt oder zum Pelletlager umgebaut werden. Bei einem Wechsel von Gas entfällt der Gasanschluss, was eine Kündigung beim Gasversorger und eine Stilllegung der Gasleitung durch den Netzbetreiber erfordert.
Preise im Überblick
| Leistung | Preis von | Preis bis | Einheit |
|---|---|---|---|
| Gasheizung / Gastherme (Brennwert) | 3.000 € | 8.000 € | pauschal inkl. Einbau |
| Luft-Wärmepumpe | 10.000 € | 18.000 € | pauschal inkl. Einbau |
| Erd-Wärmepumpe (mit Tiefenbohrung) | 15.000 € | 25.000 € | pauschal inkl. Einbau |
| Pelletheizung (inkl. Lager) | 12.000 € | 20.000 € | pauschal inkl. Einbau |
| Fußbodenheizung nachrüsten | 50 € | 100 € | pro m2 |
| Heizkörper tauschen | 200 € | 500 € | pro Stück |
| Heizungsrohre sanieren | 1.000 € | 4.000 € | pauschal |
| Solarthermie Ergänzung | 4.000 € | 8.000 € | pauschal inkl. Einbau |
Alle Preise sind Richtwerte für Österreich (Stand 2026). Die tatsächlichen Kosten können je nach Region, Umfang und Anbieter variieren.
Diese Preise sind Richtwerte. Was kostet dein Projekt?
Genaues Angebot einholen – KostenlosWas beeinflusst den Preis?
- Art des Heizsystems (Wärmepumpe, Pellets, Gas, Solarthermie)
- Größe des Hauses und Heizwärmebedarf in kWh pro Jahr
- Zustand der bestehenden Wärmeverteilung (Radiatoren, Fußbodenheizung, Rohrleitungen)
- Notwendige Zusatzarbeiten (Öltank-Entsorgung, Elektrik, Fundamentarbeiten für Wärmepumpe)
- Gewählte Hersteller und Geräteklasse (Standard vs. Premium)
Tipps zum Sparen
- 1 Nutzen Sie die Bundesförderung "Raus aus Öl und Gas" - damit werden bis zu 75 Prozent der Kosten beim Umstieg auf erneuerbare Heizsysteme gefördert.
- 2 Prüfen Sie zusätzlich die Landesförderungen Ihres Bundeslandes, da diese mit der Bundesförderung kombinierbar sind und die Eigenleistung weiter senken.
- 3 Lassen Sie VOR dem Heizungstausch eine Energieberatung durchführen - diese ist in vielen Bundesländern kostenlos und hilft, das optimale System zu wählen.
- 4 Kombinieren Sie eine Wärmepumpe mit einer Photovoltaikanlage, um den Strom für die Wärmepumpe selbst zu erzeugen und die Betriebskosten weiter zu senken.
Häufige Fragen
Der reine Einbau einer neuen Heizung dauert je nach System 2 bis 5 Arbeitstage. Eine Gastherme ist in 1 bis 2 Tagen installiert, eine Luft-Wärmepumpe in 2 bis 3 Tagen und eine Pelletheizung in 3 bis 5 Tagen. Kommt eine Erd-Wärmepumpe mit Tiefenbohrung zum Einsatz, dauert allein die Bohrung 1 bis 2 Tage zusätzlich. Rechnen Sie insgesamt mit einer Projektdauer von 2 bis 4 Wochen inklusive Planung.
Das hängt vom Dämmstandard und der bestehenden Wärmeverteilung ab. Für gut gedämmte Häuser mit Fußbodenheizung ist eine Luft-Wärmepumpe ideal. Für ältere Häuser mit Radiatoren ist eine Pelletheizung oft besser geeignet, da sie hohe Vorlauftemperaturen liefert. Eine Energieberatung hilft, das optimale System für Ihre Situation zu bestimmen. Generell gilt: Je besser die Dämmung, desto effizienter arbeitet eine Wärmepumpe.
Nein, die Bundesförderung "Raus aus Öl und Gas" muss VOR Beginn der Arbeiten beantragt werden. Sie registrieren sich online, erhalten eine Registrierungsbestätigung und haben dann in der Regel 12 Monate Zeit, die Maßnahme umzusetzen und die Endabrechnung einzureichen. Bereits beauftragte oder abgeschlossene Heizungstausche können nicht mehr gefördert werden. Holen Sie daher zuerst Angebote ein und reichen Sie dann den Förderantrag ein.
Für ein durchschnittliches Einfamilienhaus mit 150 Quadratmetern liegen die jährlichen Stromkosten einer Luft-Wärmepumpe bei 800 bis 1.200 EUR, je nach Strompreis und Effizienz der Anlage. Erd-Wärmepumpen sind noch günstiger mit 600 bis 900 EUR pro Jahr. Dazu kommen Wartungskosten von 100 bis 200 EUR jährlich. Im Vergleich zu einer Gasheizung mit 1.200 bis 1.800 EUR Brennstoffkosten sparen Sie also deutlich.
Nein, eine bestehende Fußbodenheizung kann in der Regel weiterverwendet werden. Sie ist sogar ideal für den Betrieb mit einer Wärmepumpe, da sie mit niedrigen Vorlauftemperaturen von 30 bis 40 Grad arbeitet. Falls keine Fußbodenheizung vorhanden ist, können auch bestehende Radiatoren weitergenutzt werden. Allerdings sollten diese dann großzügig dimensioniert sein oder gegen größere Modelle getauscht werden, damit die Wärmepumpe effizient arbeiten kann.
Passende Handwerker finden
Finden Sie jetzt geprüfte Heizungstechniker in Ihrer Nähe:
Jetzt kostenlos Angebote für Ihren Heizungseinbau von qualifizierten Installateuren in Ihrer Nähe erhalten.
Erhalte kostenlose Angebote von geprüften Dienstleistern in deiner Nähe.