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Was kostet ein Gasthermen-Tausch? Preise 2026 in Österreich

Preise aktualisiert: Oktober 2026

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    Wer in Österreich eine alte Gastherme ersetzen möchte, steht vor mehreren Fragen gleichzeitig: Was kostet der Tausch? Welche Alternativen gibt es? Und welche Förderungen sind 2026 noch abrufbar? Dieser Ratgeber gibt einen sachlichen Überblick über realistische Kosten, die wichtigsten Kostenfaktoren und die aktuellen Rahmenbedingungen – von Wien bis zum ländlichen Raum. So können Sie fundiert entscheiden, welcher Weg für Ihre Situation am sinnvollsten ist.

    Kurzantwort

    Stundenverrechnungssatz Installateur: 85–110 € pro Stunde

    Leistung Preis (Richtwert) Einheit
    Wartung Gastherme (Standard) 80–150 € pauschal
    Wartung Brennwerttherme 120–220 € pauschal
    Abgasmessung (separat) 30–60 € pauschal
    Wartungsvertrag (jährlich) 80–130 € pro Jahr
    Tausch Zündelektroden (inkl. Einbau) 40–90 € pauschal
    Tausch Ausdehnungsgefäß (inkl. Einbau) 120–250 € pauschal
    Anfahrtspauschale (ländlicher Raum) 20–60 € pauschal
    Stundenverrechnungssatz Installateur 85–110 € pro Stunde

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    1:1-Tausch Gastherme gegen Gastherme: Was kostet das?

    Der einfachste und günstigste Weg ist der direkte Ersatz einer alten Gastherme durch ein neues Gasgerät – vorausgesetzt, der Gasanschluss bleibt bestehen und der Kamin ist geeignet. In diesem Fall entfallen aufwendige Umbauarbeiten, und der Installateur kann die neue Therme oft innerhalb eines Tages montieren.

    Für das Gerät selbst müssen Sie je nach Typ und Hersteller mit folgenden Richtwerten rechnen: Eine einfache Kombi-Gastherme (Heizung + Warmwasser) kostet ca. 800–1.500 €, eine moderne Brennwerttherme mit Speicher ca. 1.500–3.000 €. Dazu kommen Arbeitskosten: Der Stundenverrechnungssatz eines konzessionierten Installateurs liegt in Österreich bei 85–110 € pro Stunde. Für einen unkomplizierten Tausch sind ca. 3–5 Arbeitsstunden realistisch, also ca. 255–550 € reine Lohnkosten. Hinzu kommen Kleinmaterial, Dichtungen und ggf. eine Anfahrtspauschale von 20–60 € im ländlichen Raum.

    Insgesamt sollten Sie für einen 1:1-Tausch inklusive Gerät, Montage, Demontage der alten Therme und Entsorgung mit ca. 1.500–3.500 € rechnen. Wichtig: Nach dem Einbau ist in den meisten Bundesländern eine Abgasmessung durch den Rauchfangkehrer Pflicht, die separat mit ca. 30–60 € anfällt. Die Wartung des neuen Geräts sollte jährlich erfolgen und kostet je nach Gerätetyp 80–220 € pauschal oder 80–130 € im Rahmen eines Wartungsvertrags pro Jahr.

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    Raus aus Gas: Welche Alternativen gibt es und was kosten sie?

    Wer die Gastherme nicht nur tauschen, sondern ganz aus der Gasversorgung aussteigen möchte, hat in Österreich mehrere Alternativen. Die Wahl hängt stark vom Gebäude, der vorhandenen Infrastruktur und dem Budget ab.

    Luft-Wasser-Wärmepumpe: Das derzeit meistgeförderte System. Die Gerätekosten liegen ca. bei 8.000–15.000 €, die Installation (inkl. Hydraulik, Pufferspeicher, ggf. Anpassung der Heizkörper) schlägt mit weiteren ca. 3.000–8.000 € zu Buche. Gesamtkosten also ca. 11.000–23.000 € – vor Förderung. Wichtig: Wärmepumpen arbeiten am effizientesten bei Vorlauftemperaturen unter 55 °C. Ältere Gebäude mit kleinen Heizkörpern müssen oft nachgerüstet werden.

    Pelletheizung: Für Häuser mit ausreichend Lagerraum eine bewährte Alternative. Kosten ca. 12.000–20.000 € inklusive Lagerraum-Umbau und Montage. Der Brennstoff Pellets ist in Österreich gut verfügbar.

    Fernwärme: In Wien und anderen Ballungsräumen oft die unkomplizierteste Lösung. Der Anschluss ist jedoch nur möglich, wenn das Gebäude im Versorgungsgebiet liegt. Anschlusskosten variieren stark je nach Anbieter und Leitungsweg.

    Hybridlösung (Wärmepumpe + Gas-Backup): Für Gebäude, die noch nicht vollständig für eine reine Wärmepumpe geeignet sind, kann eine Hybridanlage sinnvoll sein. Kosten ca. 10.000–18.000 € – Förderungen sind hier je nach Programm eingeschränkt.

    Elektrische Direktheizung oder Infrarotheizung: Günstig in der Anschaffung (ca. 2.000–5.000 €), aber bei hohem Strompreis im Betrieb teuer – für gut gedämmte Gebäude oder als Ergänzung geeignet.

    Was beeinflusst den Preis?

    • Art des Ersatzsystems: Eine neue Gastherme (1:1-Tausch) ist deutlich günstiger als der Wechsel auf eine Wärmepumpe oder Pelletheizung, da bei Letzteren oft umfangreiche Umbauarbeiten am Heizsystem nötig sind.
    • Aufwand für Demontage und Entsorgung: Das fachgerechte Entfernen der alten Therme und deren Entsorgung schlägt mit ca. 100–300 € zu Buche – je nach Zugänglichkeit und Gewicht des Geräts.
    • Installationsaufwand und Umbauarbeiten: Müssen Rohrleitungen verlegt, der Kamin angepasst oder elektrische Anschlüsse erneuert werden, steigen die Arbeitskosten (85–110 € pro Stunde) erheblich.
    • Gerätepreis und Marke: Einfache Kombitherme ab ca. 800 €, hochwertige Brennwertgeräte mit Speicher bis ca. 3.000 € – der Gerätepreis macht oft den größten Kostenblock aus.
    • Standort und Anfahrt: Im ländlichen Raum fällt eine Anfahrtspauschale von 20–60 € an; in Wien und anderen Ballungsräumen entfällt diese meist, dafür können Parkgebühren oder Halteverbotszonen extra kosten.

    Förderung „Raus aus Gas" in Österreich 2026: Was ist noch abrufbar?

    Österreich fördert den Umstieg von fossilen Heizsystemen auf erneuerbare Energieträger auf mehreren Ebenen: Bund, Länder und teils Gemeinden bieten eigene Programme an. Die Förderlandschaft ändert sich regelmäßig – hier ein sachlicher Überblick zum Stand 2026.

    Bundesebene (Umweltförderung im Inland / Sanierungsoffensive): Der Bund fördert den Kesseltausch (Austausch fossiler Heizungen gegen erneuerbare Systeme) über die Kommunalkredit Public Consulting (KPC). Gefördert werden u. a. Wärmepumpen, Biomassekessel und Fernwärmeanschlüsse. Die genauen Fördersätze und Einkommensgrenzen ändern sich jährlich – prüfen Sie die aktuellen Konditionen direkt auf der offiziellen Förderplattform des Bundes, bevor Sie einen Auftrag vergeben.

    Landesebene: Alle neun Bundesländer haben eigene Förderprogramme, die sich in Höhe und Bedingungen unterscheiden. Wien etwa fördert über die MA 20 und die Wohnbauförderung, Niederösterreich und Oberösterreich über eigene Energieförderstellen. Kombinierbarkeit mit Bundesförderungen ist meist möglich, aber an Bedingungen geknüpft.

    Wichtige Grundregeln für alle Förderungen: Antrag VOR Auftragserteilung stellen, Rechnungen und Einbaubestätigungen aufbewahren, nur konzessionierte Fachbetriebe beauftragen. Nachträgliche Anträge werden in der Regel abgelehnt.

    Wien-Besonderheit: In Wien gibt es zusätzlich das Programm „Raus aus Gas" der Stadt Wien, das speziell den Ausstieg aus der Gasversorgung in Wohngebäuden unterstützt. Mieter und Eigentümer sollten sich frühzeitig über die jeweiligen Zuständigkeiten (Hauseigentümer vs. Mieter) informieren, da Förderungen oft nur dem Gebäudeeigentümer zustehen.

    Tipps zum Sparen

    1. 1 Holen Sie mindestens drei Angebote von konzessionierten Installateuren ein – die Preisunterschiede für dieselbe Leistung können mehrere Hundert Euro betragen.
    2. 2 Beantragen Sie Förderungen (Bundesförderung, Landesförderung, Gemeindeförderung) unbedingt VOR Auftragserteilung, da nachträgliche Anträge in der Regel nicht anerkannt werden.
    3. 3 Prüfen Sie vor dem Tausch, ob Ihre vorhandenen Heizkörper und Rohrdurchmesser für eine Wärmepumpe geeignet sind – bei älteren Anlagen sind oft Niedertemperatur-Heizkörper oder Fußbodenheizung nötig.
    4. 4 Lassen Sie sich vom Installateur eine schriftliche Aufstellung mit Gerätepreis, Arbeitszeit, Materialkosten und Entsorgungsgebühr geben – so vermeiden Sie böse Überraschungen auf der Rechnung.

    Wien vs. ländlicher Raum: Worauf Sie je nach Standort achten sollten

    Der Standort beeinflusst nicht nur die Kosten, sondern auch die verfügbaren Optionen und gesetzlichen Rahmenbedingungen erheblich.

    Wien: In Wien ist der Gasanschluss in vielen Gründerzeithäusern und Nachkriegsbauten Standard. Die Stadt Wien verfolgt das Ziel, den Gasverbrauch in Wohngebäuden schrittweise zu reduzieren. Für Neubauten gilt in Wien bereits ein Gasanschlussverbot. Für Bestandsgebäude gibt es Übergangsfristen und Förderanreize. Fernwärme ist in Wien besonders gut ausgebaut und oft die einfachste Alternative – der Anschluss ist jedoch nicht überall möglich und muss mit dem Fernwärmeanbieter abgeklärt werden. Wärmepumpen sind in dicht bebauten Stadtgebieten manchmal durch Lärm- oder Platzvorgaben eingeschränkt.

    Ländlicher Raum: Hier ist Fernwärme oft keine Option. Dafür bieten sich Wärmepumpen (Luft-Wasser oder Sole-Wasser) und Pelletheizungen besonders an, da meist ausreichend Platz für Außengeräte und Lagerräume vorhanden ist. Zu beachten: Im ländlichen Raum fallen Anfahrtspauschalen von 20–60 € an, und die Verfügbarkeit von Fachbetrieben kann eingeschränkt sein – längere Wartezeiten sind möglich.

    Mietwohnungen: Mieter können die Heizung in der Regel nicht eigenständig tauschen – das ist Sache des Vermieters. Sprechen Sie frühzeitig mit der Hausverwaltung oder dem Eigentümer. In manchen Bundesländern gibt es spezielle Regelungen für Mieter im Zusammenhang mit dem Heizungstausch.

    Eigentumswohnungen in Wohnanlagen: Hier ist oft die Eigentümergemeinschaft zuständig, wenn es sich um eine Zentralheizung handelt. Individuelle Thermentausche in Wohnungen mit Etagenheizung sind hingegen Sache des jeweiligen Eigentümers.

    So gehen Sie beim Gasthermen-Tausch am besten vor

    Ein strukturiertes Vorgehen spart Zeit, Geld und Ärger. Die folgende Schritt-für-Schritt-Orientierung hilft Ihnen, den Überblick zu behalten.

    Schritt 1 – Bestandsaufnahme: Lassen Sie den Zustand Ihrer aktuellen Therme und des gesamten Heizsystems von einem Fachmann beurteilen. Ist die Therme noch reparierbar (z. B. Tausch Zündelektroden 40–90 € oder Ausdehnungsgefäß 120–250 €), oder ist ein Kompletttausch wirtschaftlicher? Als Faustregel gilt: Ist eine Therme älter als 15 Jahre und fallen wiederholt Reparaturen an, rechnet sich ein Neukauf meist schneller.

    Schritt 2 – Alternativen prüfen: Klären Sie, welche Heizsysteme für Ihr Gebäude und Ihren Standort grundsätzlich infrage kommen. Berücksichtigen Sie dabei Dämmzustand, Heizkörpergröße, verfügbaren Platz und Anschlussoptionen (Fernwärme, Erdreich für Erdwärmepumpe).

    Schritt 3 – Förderungen recherchieren und beantragen: Prüfen Sie Bundes- und Landesförderungen, bevor Sie einen Auftrag vergeben. Stellen Sie den Antrag rechtzeitig und warten Sie auf die Förderzusage.

    Schritt 4 – Angebote einholen: Holen Sie mindestens drei Angebote von konzessionierten Installateuren ein. Achten Sie auf eine detaillierte Aufschlüsselung von Gerätepreis, Arbeitszeit (85–110 € pro Stunde), Material und Entsorgung.

    Schritt 5 – Einbau und Abnahme: Nach dem Einbau ist in den meisten Bundesländern eine Abgasmessung durch den Rauchfangkehrer erforderlich (ca. 30–60 €). Lassen Sie sich alle Unterlagen (Einbaubestätigung, Bedienungsanleitung, Garantieunterlagen) aushändigen.

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    Häufige Fragen

    Für den Austausch einer alten Gastherme gegen ein neues Gasgerät sollten Sie inklusive Gerät, Montage, Demontage und Entsorgung ca. 1.500–3.500 € einplanen. Arbeitskosten liegen bei 85–110 € pro Stunde; für einen unkomplizierten Tausch sind 3–5 Stunden realistisch. Dazu kommt ggf. eine Anfahrtspauschale von 20–60 €.

    In der Anschaffung ist der 1:1-Tausch gegen eine neue Gastherme am günstigsten (ca. 1.500–3.500 €). Unter den fossilfreien Alternativen ist die Luft-Wasser-Wärmepumpe dank hoher Förderungen oft die wirtschaftlichste Wahl, auch wenn die Bruttokosten bei ca. 11.000–23.000 € liegen. Fernwärme ist in Ballungsräumen oft besonders unkompliziert.

    In aller Regel muss der Förderantrag VOR der Auftragserteilung bzw. dem Einbau gestellt und genehmigt sein. Nachträgliche Anträge werden von Bund und Ländern fast ausnahmslos abgelehnt. Holen Sie daher zuerst Angebote ein, stellen Sie dann den Antrag und beauftragen Sie den Installateur erst nach Förderzusage.

    In Bestandsgebäuden ist der Einbau einer neuen Gastherme in Wien derzeit grundsätzlich noch möglich, sofern ein bestehender Gasanschluss vorhanden ist. Für Neubauten gilt in Wien bereits ein Gasanschlussverbot. Die Rahmenbedingungen ändern sich jedoch – informieren Sie sich vor dem Kauf beim zuständigen Magistrat oder einem konzessionierten Installateur über die aktuell geltenden Vorschriften.

    Als Faustregel gilt: Ist die Therme älter als 15 Jahre und übersteigen die Reparaturkosten ca. ein Drittel des Neugerätepreises, ist ein Tausch meist wirtschaftlicher. Kleinere Reparaturen wie Zündelektroden (40–90 €) oder Ausdehnungsgefäß (120–250 €) können sich bei jüngeren Geräten noch lohnen. Ein Fachmann kann das im Einzelfall beurteilen.

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