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Was kostet eine Garage? Preise 2026 in Österreich

Eine Garage bietet Ihrem Fahrzeug den besten Schutz vor Witterung, Diebstahl und Vandalismus und steigert den Wert Ihrer Immobilie um 5 bis 10 Prozent. In Österreich liegen die Kosten für eine neue Garage zwischen 5.000 EUR für eine einfache Fertiggarage und über 35.000 EUR für eine individuell geplante Massivgarage mit Extras. Neben den Baukosten müssen Sie auch Fundament, Garagentor, Elektroinstallation und die Baugenehmigung einkalkulieren. In diesem Ratgeber erfahren Sie, welche Garagentypen es gibt, was sie kosten und welche Vorschriften in Österreich gelten.

Fertiggarage vs. Massivgarage - Kosten und Unterschiede

Die grundlegende Entscheidung beim Garagenbau ist die Wahl zwischen einer Fertiggarage und einer Massivgarage, die sich in Preis, Bauzeit und Gestaltungsmöglichkeiten deutlich unterscheiden. Eine Fertiggarage aus Stahlbeton wird im Werk vorgefertigt und in einem Stück per Schwerlasttransport angeliefert und mit einem Kran auf das vorbereitete Fundament gesetzt. Die gesamte Aufstellung dauert nur wenige Stunden, was Fertiggaragen besonders attraktiv macht. Eine Einzel-Fertiggarage mit den Standardmaßen von etwa 3 mal 6 Metern kostet zwischen 5.000 und 12.000 EUR, eine Doppel-Fertiggarage mit 6 mal 6 Metern zwischen 8.000 und 20.000 EUR. Die Preisunterschiede entstehen durch die Ausstattung: Einfache Modelle haben ein Schwingtor und keine Extras, gehobene Varianten bieten Sektionaltore, Fenster, Lichtschächte und verputzte Oberflächen. Der Nachteil von Fertiggaragen: Die Standardmaße lassen wenig individuellen Spielraum, und die Optik wirkt manchmal etwas eintönig. Außerdem muss die Zufahrt für den Schwerlasttransport und den Kran breit genug sein, was auf beengten Grundstücken ein Problem darstellen kann. Eine Massivgarage wird Stein auf Stein vor Ort errichtet und kostet für eine Einzelgarage zwischen 15.000 und 35.000 EUR. Die Bauzeit beträgt 3 bis 6 Wochen, dafür können Sie die Garage individuell an Ihr Haus anpassen, sei es in der Größe, der Dachform, der Fassadengestaltung oder der Integration von Nebenräumen wie einem Werkraum oder einem Technikraum für die Haustechnik. Die Massivgarage kann mit dem gleichen Putz und den gleichen Dachziegeln wie das Hauptgebäude ausgeführt werden und fügt sich dadurch harmonisch in das Gesamtbild ein.

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Garagentor - Typen, Antriebe und Kosten

Das Garagentor ist das auffälligste Element jeder Garage und beeinflusst Sicherheit, Bedienkomfort und Optik maßgeblich. Das klassische Schwingtor ist die günstigste Variante und kostet zwischen 500 und 1.200 EUR. Es besteht aus einer einzigen Torplatte, die beim Öffnen nach oben schwingt und unter der Garagendecke verschwindet. Der Nachteil: Beim Öffnen ragt das Tor etwa einen Meter nach vorne heraus, weshalb ein Fahrzeug nicht direkt vor dem Tor stehen darf. Bei Garagen an der Grundstücksgrenze zum Gehweg kann das zum Problem werden. Sektionaltore sind die modernere und beliebteste Alternative und kosten zwischen 1.000 und 2.500 EUR. Sie bestehen aus mehreren horizontalen Paneelen, die beim Öffnen einzeln nach oben unter die Decke gleiten. Da sie senkrecht öffnen, wird kein Platz vor dem Tor benötigt. Sektionaltore gibt es in zahlreichen Oberflächen und Farben, von Holzdekor über Sickenprägung bis hin zu glatten, modernen Oberflächen. Die Wärmedämmung ist bei Sektionaltoren deutlich besser als bei Schwingtoren, was bei beheizten Garagen relevant ist. Rolltore wickeln sich auf einer Welle über dem Tor auf und benötigen keinen Platz unter der Garagendecke. Sie kosten zwischen 1.200 und 3.000 EUR und sind ideal, wenn die Deckenhöhe in der Garage begrenzt ist. Ein elektrischer Garagentorantrieb kostet zwischen 300 und 800 EUR inklusive Montage und ist bei größeren Toren dringend empfehlenswert, da manuelle Sektionaltore beim täglichen Öffnen und Schließen schnell lästig werden. Moderne Antriebe können per Handsender, Schlüsselschalter oder Smartphone-App bedient werden und bieten einen integrierten Einklemmschutz für die Sicherheit. Ein elektrisches Garagentor komplett, also Sektionaltor mit Antrieb und Montage, kostet zwischen 1.500 und 4.000 EUR.

Was beeinflusst den Preis?

  • Bauweise: Fertiggarage ist günstiger und schneller, Massivgarage individueller und langlebiger
  • Größe: Einzel-, Doppel- oder Großraumgarage mit Werkstattbereich bestimmen die Grundkosten
  • Garagentor: Schwingtor ist am günstigsten, Sektionaltor mit Motor bietet den besten Komfort
  • Fundament: Bodenverhältnisse und Frosttiefe beeinflussen die Kosten für die Bodenplatte erheblich
  • Ausstattung: E-Ladestation, Wasseranschluss, Werkbank und Bodenbeschichtung als Zusatzkosten

Fundament und Baugenehmigung in Österreich

Jede Garage braucht ein solides Fundament, das die Lasten gleichmäßig in den Boden ableitet und Setzungen verhindert. Für Fertiggaragen wird üblicherweise eine Stahlbeton-Bodenplatte mit umlaufendem Streifenfundament erstellt, die zwischen 2.000 und 5.000 EUR kostet. Die Platte muss eben sein und exakt die Maße der Fertiggarage haben, da nachträgliche Korrekturen kaum möglich sind. Bei Massivgaragen ist das Fundament Teil der Gesamtplanung und wird vom Baumeister dimensioniert. In Österreich muss das Fundament frostfrei gegründet sein, was eine Tiefe von mindestens 80 Zentimetern im Flachland und bis zu 120 Zentimetern in alpinen Lagen bedeutet. Bei schlechtem Baugrund, etwa lehmigem oder wasserhaltigem Boden, können zusätzliche Maßnahmen wie eine Drainage oder eine Bodenverbesserung nötig sein, die die Fundamentkosten auf bis zu 8.000 EUR erhöhen können. Die Baugenehmigung für eine Garage ist in Österreich in den meisten Bundesländern erforderlich, wobei die Regelungen variieren. In Niederösterreich sind Garagen bis 50 Quadratmeter anzeigepflichtig, in Wien sind sie in der Regel bewilligungspflichtig. In vielen Gemeinden gibt es zudem eine Stellplatzverordnung, die beim Neubau eines Wohnhauses eine bestimmte Anzahl von Kfz-Stellplätzen vorschreibt. Der Bau einer Garage kann zur Erfüllung dieser Pflicht beitragen. Die Kosten für die Baugenehmigung liegen bei 200 bis 800 EUR, bei aufwendigeren Genehmigungsverfahren mit Einreichplan und Statik bis zu 1.500 EUR. Grenzabstände zu Nachbargrundstücken sind streng einzuhalten. In den meisten Bundesländern gilt ein Mindestabstand von 1 bis 3 Metern zur Grundstücksgrenze, wobei Ausnahmen in manchen Fällen mit Nachbarzustimmung möglich sind.

Tipps zum Sparen

  1. 1 Planen Sie die Garage etwas größer als nötig: Ein halber Meter mehr in der Breite erleichtert das Ein- und Aussteigen erheblich und bietet Platz für Regale oder Fahrräder.
  2. 2 Lassen Sie eine Leerverrohrung für eine E-Ladestation verlegen, auch wenn Sie noch kein Elektroauto haben - die Nachrüstung ist dann deutlich günstiger.
  3. 3 Vergleichen Sie bei Fertiggaragen nicht nur den Preis, sondern auch die Ausstattung: Torqualität, Wandstärke, Belüftung und Verputzung variieren stark zwischen Anbietern.
  4. 4 Prüfen Sie die Stellplatzverordnung Ihrer Gemeinde, denn möglicherweise sind Sie ohnehin zum Bau eines überdachten Stellplatzes verpflichtet.

Elektroinstallation, E-Ladestation und clevere Extras

Eine zeitgemäße Garage braucht mehr als nur vier Wände und ein Tor: Die richtige Ausstattung macht sie zu einem multifunktionalen Raum. Die Elektroinstallation ist die wichtigste Grundausstattung und kostet zwischen 500 und 1.500 EUR. Mindestens sollten eine Beleuchtung, zwei bis drei Steckdosen und der Stromanschluss für den Torantrieb eingeplant werden. Bei Massivgaragen wird die Elektrik unter Putz verlegt, bei Fertiggaragen auf Putz mit Kabelkanälen. Eine Leerverrohrung für spätere Erweiterungen kostet nur 100 bis 200 EUR extra, spart aber bei einer Nachrüstung erheblichen Aufwand. Die Installation einer E-Ladestation, auch Wallbox genannt, ist angesichts der zunehmenden Verbreitung von Elektroautos eine zukunftsweisende Investition. Eine Wallbox mit 11 kW Ladeleistung kostet inklusive Installation zwischen 1.200 und 2.500 EUR. Wichtig: Die Zuleitung von der Hausverteilung zur Garage muss ausreichend dimensioniert sein, was bei älteren Elektroinstallationen oft eine Erneuerung des Zuleitungskabels erfordert. In Österreich fördert das Klimaschutzministerium die Anschaffung von Wallboxen mit bis zu 600 EUR für Privatpersonen. In manchen Gemeinden gibt es zusätzliche Förderungen, und bei Neubauten ist die Vorbereitung für E-Ladestationen teilweise bereits vorgeschrieben. Weitere beliebte Extras sind eine Werkbank mit zusätzlichen Starkstrom-Steckdosen für 200 bis 500 EUR, ein Wasseranschluss für die Autowäsche für 300 bis 800 EUR und ein Garagenboden aus Epoxidharz-Beschichtung für 30 bis 60 EUR pro Quadratmeter, der die Betonplatte vor Öl, Salzwasser und Reifenabrieb schützt und leicht zu reinigen ist. Ein Regalystem an den Wänden für Reifen, Werkzeug und Gartengeräte rundet die Ausstattung ab und kostet 200 bis 600 EUR.

Häufige Fragen

In den meisten Bundesländern ist eine Garage baubewilligungs- oder zumindest anzeigepflichtig. Die Grenzen variieren: In Niederösterreich sind Garagen bis 50 m2 anzeigepflichtig, in Wien generell bewilligungspflichtig. Grenzabstände müssen eingehalten werden. Fragen Sie vor der Planung bei Ihrer Baubehörde nach den geltenden Vorschriften.

Fertiggaragen sind günstiger, schneller aufgestellt und in einer guten Qualität durchaus langlebig. Massivgaragen bieten mehr Gestaltungsfreiheit, eine bessere Wärmedämmung und passen sich dem Hauptgebäude perfekt an. Wenn das Budget es erlaubt und individuelle Gestaltung wichtig ist, empfehlen wir eine Massivgarage.

Eine Fertiggarage steht inklusive Fundament in 1 bis 2 Wochen, da die Garage im Werk vorgefertigt und nur noch aufgestellt wird. Die Aushärtezeit des Fundaments von einer Woche ist der zeitaufwendigste Teil. Eine Massivgarage dauert 3 bis 6 Wochen, abhängig von Größe und Ausstattung. Dazu kommt die Genehmigungszeit von 4 bis 8 Wochen.

Auf FixBuddy können Sie kostenlos eine Anfrage für Ihren Garagenbau erstellen und erhalten Angebote von qualifizierten Baufirmen und Zimmereibetrieben in Ihrer Region. Beschreiben Sie dabei möglichst genau Ihre Vorstellungen bezüglich Größe, Bauweise und Ausstattung, damit Sie passende Angebote erhalten.

Wenn Sie bereits ein Elektroauto besitzen oder die Anschaffung planen, lohnt sich eine Wallbox auf jeden Fall: Das Laden zu Hause ist deutlich günstiger als an öffentlichen Ladestationen, und mit der Förderung von bis zu 600 EUR halten sich die Kosten in Grenzen. Aber auch ohne E-Auto empfehlen wir, zumindest eine Leerverrohrung verlegen zu lassen, da die Nachrüstung dann nur einen Bruchteil kostet.

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