Was kostet ein Elektriker? Preise 2026 in Österreich
Elektroarbeiten gehören zu den Tätigkeiten, die ausschließlich von ausgebildeten Fachkräften durchgeführt werden dürfen. Ob eine neue Steckdose, die Erneuerung des Sicherungskastens oder die Installation einer Ladestation für Ihr Elektroauto - die Kosten für Elektriker in Österreich sind transparenter als viele denken. Hier erfahren Sie, welche Preise 2026 üblich sind.
Stundensätze für Elektriker in Österreich
Ein Elektriker in Österreich berechnet im Jahr 2026 zwischen 55 und 110 EUR pro Stunde. Damit liegen Elektriker preislich etwas unter Installateuren, was sich durch die unterschiedlichen Ausbildungswege und Marktverhältnisse erklärt. In Wien und den westlichen Bundesländern Tirol und Vorarlberg sind die Sätze am höchsten und bewegen sich meist zwischen 75 und 110 EUR. In der Steiermark, in Kärnten oder im Burgenland können Sie mit 55 bis 80 EUR pro Stunde rechnen. Die Anfahrtskosten betragen in der Regel 20 bis 50 EUR pauschal. Viele Elektrobetriebe bieten alternativ einen Anfahrts-Kilometerpreis von 0,50 bis 1,20 EUR an. Bei längeren Anfahrtswegen über 30 Kilometer kann die Anfahrtspauschale also deutlich steigen. Für Kleinaufträge berechnen manche Betriebe eine Mindestverrechnung von einer Stunde, auch wenn die eigentliche Arbeit nur 20 Minuten dauert. Dieses Vorgehen ist branchenüblich und deckt den Aufwand für Anfahrt, Werkzeug und Administration ab. Fragen Sie bei der Angebotseinholung explizit nach der Mindestverrechnung, um Überraschungen zu vermeiden. Meisterbetriebe haben tendenziell höhere Sätze, bieten aber oft erweiterte Garantieleistungen.
Häufige Elektroarbeiten und ihre Kosten
Die am häufigsten beauftragten Elektroarbeiten im Privatbereich sind das Versetzen oder Hinzufügen von Steckdosen, Lampeninstallationen und der Anschluss von Elektrogeräten. Eine Steckdose versetzen lassen kostet zwischen 80 und 180 EUR, wobei der Aufwand stark davon abhängt, ob eine neue Leitung gezogen werden muss oder die bestehende ausreicht. Die Montage einer Deckenlampe liegt bei 40 bis 120 EUR, je nachdem ob es sich um einen einfachen Deckenhaken oder eine aufwendige Einbauleuchte handelt. Der Anschluss eines Elektroherds kostet 80 bis 200 EUR und erfordert einen Starkstromanschluss, der ausschließlich vom Fachmann installiert werden darf. Die Erneuerung des Sicherungskastens ist eine der größeren Investitionen: Mit 800 bis 2.500 EUR müssen Sie rechnen, abhängig von der Größe der Anlage und der Anzahl der Stromkreise. In älteren Gebäuden mit veralteter Elektrik fallen oft Zusatzarbeiten an. Smart Home Installationen werden zunehmend nachgefragt und kosten je nach Umfang zwischen 200 und 800 EUR. Ein E-Check, also die Überprüfung der gesamten Elektroanlage, liegt bei 150 bis 350 EUR und wird besonders beim Kauf älterer Immobilien empfohlen.
Notdienst und Wochenendtarife für Elektriker
Elektrische Notfälle wie ein Kurzschluss, kompletter Stromausfall oder der Geruch von verschmortem Kabel erfordern sofortiges Handeln. Der elektrische Notdienst ist an Wochentagen abends und nachts sowie am Wochenende mit Zuschlägen von 50 bis 100 Prozent auf den normalen Stundensatz verbunden. Konkret bedeutet das: Ein Notdienst-Einsatz am Samstagabend kann mit 120 bis 200 EUR pro Stunde zu Buche schlagen, dazu kommen erhöhte Anfahrtspauschalen von 40 bis 80 EUR. An Feiertagen wie Weihnachten oder Ostern steigen die Zuschläge nochmals. Bevor Sie den Notdienst rufen, prüfen Sie zunächst Ihren Sicherungskasten. Oft ist lediglich eine Sicherung herausgesprungen, die Sie selbst wieder einschalten können. Wenn nach dem Einschalten die Sicherung sofort wieder auslöst, liegt ein Defekt vor und Sie sollten einen Fachmann rufen. Bei Rauchentwicklung oder Brandgeruch aus Steckdosen oder Verteilerkästen müssen Sie sofort den Strom am Hauptschalter abschalten und die Feuerwehr verständigen. Die Kosten für den Elektriker sind in diesem Fall zweitrangig. Führen Sie für solche Fälle die Nummer eines regionalen Elektro-Notdienstes in Ihrem Telefon - das ist zuverlässiger als eine hektische Internetsuche im Ernstfall.
Sicherheitshinweise bei Elektroarbeiten
Elektroarbeiten dürfen in Österreich gemäß der Gewerbeordnung und den ÖVE-Richtlinien nur von konzessionierten Elektrotechnikern durchgeführt werden. Das betrifft alle Arbeiten an der festen Elektroinstallation, also alles was hinter der Steckdose liegt. Das Anschließen eines Herds, das Verlegen von Leitungen unter Putz oder der Einbau von Sicherungen ist kein Heimwerker-Projekt, auch wenn es in Internetforen manchmal so dargestellt wird. Die Gründe sind gravierend: Fehlerhafte Elektroinstallationen sind eine der häufigsten Brandursachen in Österreich. Jährlich kommt es zu hunderten Bränden, die auf defekte oder unsachgemäß installierte Elektrik zurückzuführen sind. Hinzu kommt die Lebensgefahr durch Stromschlag, die auch bei vermeintlich harmlosen Arbeiten besteht. Versicherungstechnisch stehen Sie bei Eigenarbeiten an der Elektrik schlecht da: Verursacht eine nicht fachgerecht ausgeführte Installation einen Brand oder Personenschaden, lehnt die Versicherung die Deckung ab und Sie haften persönlich. Ein seriöser Elektrobetrieb stellt nach Abschluss der Arbeiten ein Prüfprotokoll aus, das die ordnungsgemäße Installation dokumentiert. Dieses Protokoll ist bei Versicherungsfällen, Wohnungsübergaben und Immobilienverkäufen ein wichtiges Dokument, das Sie sorgfältig aufbewahren sollten.
Preise im Überblick
| Leistung | Preis von | Preis bis | Einheit |
|---|---|---|---|
| Stundensatz Elektriker | 55 € | 110 € | pro Stunde |
| Steckdose versetzen | 80 € | 180 € | pauschal |
| Sicherungskasten erneuern | 800 € | 2.500 € | pauschal |
| Lampe montieren | 40 € | 120 € | pauschal |
| Elektroherd anschließen | 80 € | 200 € | pauschal |
| Smart Home Installation | 200 € | 800 € | pauschal |
| E-Check / Anlagenprüfung | 150 € | 350 € | pauschal |
Alle Preise sind Richtwerte für Österreich (Stand 2026). Die tatsächlichen Kosten können je nach Region, Umfang und Anbieter variieren.
Diese Preise sind Richtwerte. Was kostet dein Projekt?
Genaues Angebot einholen – KostenlosWas beeinflusst den Preis?
- Gebäudealter: In Altbauten ist die Elektrik oft veraltet und erfordert umfangreichere Arbeiten
- Leitungswege: Unterputz-Verlegung kostet deutlich mehr als Aufputz-Lösung
- Materialwahl: Markenprodukte von Busch-Jaeger oder Gira kosten mehr als Standardware
- Anzahl der Stromkreise: Mehr Stromkreise bedeuten mehr Arbeit am Sicherungskasten
- Zertifizierungen: Prüfprotokolle und Abnahmen verursachen zusätzliche Kosten
Tipps zum Sparen
- 1 Arbeiten Sie niemals selbst an der elektrischen Installation - das ist in Österreich nicht nur gefährlich, sondern auch gesetzlich verboten und gefährdet Ihren Versicherungsschutz
- 2 Bündeln Sie mehrere Elektroarbeiten zu einem Termin, um Anfahrtskosten und Mindestverrechnungen zu sparen
- 3 Lassen Sie alle 10 Jahre einen E-Check durchführen, besonders in Gebäuden die vor 1990 gebaut wurden - das kann Brände verhindern und ist bei einem Immobilienverkauf ein Qualitätsmerkmal
- 4 Vergleichen Sie Angebote verschiedener Elektriker und achten Sie darauf, dass ein Prüfprotokoll im Angebot enthalten ist
Häufige Fragen
Nein. In Österreich dürfen Arbeiten an der festen Elektroinstallation nur von konzessionierten Elektrofachbetrieben durchgeführt werden. Das Austauschen einer Steckdosenabdeckung ist erlaubt, aber sobald Sie an den Leitungen oder Klemmen arbeiten, brauchen Sie einen Fachmann. Verstöße können zu Versicherungsverlust und im Schadensfall zu persönlicher Haftung führen.
Der Anschluss eines Elektroherds kostet zwischen 80 und 200 EUR. Der Preis hängt davon ab, ob bereits ein passender Starkstromanschluss (Drehstrom, 400V) vorhanden ist oder ob dieser erst verlegt werden muss. Bei vorhandenem Anschluss ist die Arbeit in 30 bis 60 Minuten erledigt. Ohne bestehenden Anschluss müssen Sie mit deutlich höheren Kosten rechnen.
Experten empfehlen einen E-Check alle 10 Jahre für Eigentumsimmobilien und alle 5 Jahre für Mietobjekte. Bei Gebäuden die vor 1980 gebaut wurden, ist eine Überprüfung besonders wichtig, da die damaligen Installationsstandards nicht mehr den heutigen Sicherheitsanforderungen entsprechen. Der E-Check kostet 150 bis 350 EUR und kann potenzielle Gefahrenquellen frühzeitig aufdecken.
Eine Smart Home Basisinstallation mit intelligenter Lichtsteuerung und einigen Steckdosen kostet 200 bis 800 EUR für die Elektrikerleistung. Die Hardware kommt noch hinzu. Funk-basierte Systeme wie Philips Hue oder IKEA Dirigera sind günstiger zu installieren als kabelgebundene Systeme wie KNX. Für ein komplettes Smart Home mit Heizungssteuerung, Jalousien und Sicherheitssystem können die Kosten auf 3.000 bis 10.000 EUR steigen.
Prüfen Sie zuerst den Sicherungskasten: Ist ein FI-Schalter oder eine Sicherung herausgefallen, schalten Sie diese wieder ein. Fällt sie sofort wieder, stecken Sie alle Geräte aus und versuchen es erneut, um das defekte Gerät zu identifizieren. Haben auch die Nachbarn keinen Strom, liegt eine Netzstörung vor - rufen Sie Ihren Netzbetreiber an. Bei Brandgeruch sofort den Hauptschalter abschalten und die Feuerwehr rufen.
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