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Was kostet eine Photovoltaikanlage? Preise 2026 in Österreich

Photovoltaik erlebt in Österreich einen regelrechten Boom - die installierte Leistung hat sich in den letzten Jahren vervielfacht. Sinkende Modulpreise, attraktive Förderungen und steigende Strompreise machen eine eigene PV-Anlage so wirtschaftlich wie nie zuvor. Die Kosten für eine komplette Photovoltaikanlage inklusive Montage liegen je nach Größe zwischen 8.000 und 22.000 EUR. Hier erfahren Sie alles über Preise, Förderungen und die Wirtschaftlichkeit einer PV-Anlage in Österreich 2026.

Kosten einer PV-Anlage nach Größe und Leistung

Die Kosten einer Photovoltaikanlage werden in der Regel pro Kilowatt-Peak (kWp) angegeben. Ein kWp entspricht der maximalen Leistung unter standardisierten Testbedingungen und benötigt etwa 5 bis 7 Quadratmeter Dachfläche. Für ein typisches Einfamilienhaus in Österreich mit einem Jahresstromverbrauch von 4.000 bis 5.000 kWh ist eine Anlage mit 5 kWp eine gute Basisgröße. Diese kostet inklusive Montage, Wechselrichter und aller Installationsarbeiten zwischen 8.000 und 13.000 EUR. Der Preis pro kWp liegt dabei bei 1.400 bis 2.200 EUR - größere Anlagen sind pro kWp günstiger, da die Fixkosten für Montage und Installation auf mehr Module verteilt werden. Eine 10 kWp-Anlage, die für Familien mit höherem Verbrauch oder einer Wärmepumpe sinnvoll ist, kostet zwischen 14.000 und 22.000 EUR, also 1.200 bis 1.800 EUR pro kWp. Die Module selbst machen etwa 30 bis 40 Prozent der Gesamtkosten aus, der Rest entfällt auf Wechselrichter, Montagesystem, Verkabelung, Elektroinstallation und die Arbeitskosten für die Montage. Qualitätsmodule von Herstellern wie SunPower, REC, Jinko Solar oder Longi bieten eine Leistungsgarantie von 25 bis 30 Jahren mit mindestens 80 Prozent der Nennleistung. Monokristalline Module haben den höchsten Wirkungsgrad von 20 bis 22 Prozent und sind heute Standard für Aufdachanlagen.

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Stromspeicher - Kosten und Wirtschaftlichkeit

Ein Stromspeicher erhöht den Eigenverbrauchsanteil des selbst erzeugten Stroms erheblich: Ohne Speicher liegt der typische Eigenverbrauch bei 25 bis 35 Prozent, mit Speicher steigt er auf 60 bis 80 Prozent. Die Kosten für einen Lithium-Ionen-Speicher mit einer nutzbaren Kapazität von 5 kWh liegen bei 4.000 bis 7.000 EUR, ein 10 kWh-Speicher kostet 7.000 bis 12.000 EUR. Der Preis pro kWh Speicherkapazität beträgt damit 700 bis 1.200 EUR und ist in den letzten Jahren deutlich gesunken. Beliebte Speicherhersteller in Österreich sind BYD, Fronius (mit dem GEN24 Wechselrichter und BYD-Speicher), Huawei, Tesla Powerwall und Sonnen. Die Wahl des Speichers hängt vom vorhandenen Wechselrichter ab: Hybridwechselrichter von Fronius, Huawei oder SMA können den Speicher direkt auf der DC-Seite ansteuern, was effizienter ist als ein nachgerüsteter AC-seitiger Speicher. Die Lebensdauer moderner Lithium-Eisenphosphat-Speicher (LFP) liegt bei 6.000 bis 10.000 Ladezyklen, was einer Nutzungsdauer von 15 bis 20 Jahren entspricht. Ob sich ein Speicher wirtschaftlich lohnt, hängt vom individuellen Lastprofil ab: Je mehr Strom abends und nachts verbraucht wird, desto größer der Nutzen. Bei einem Strompreis von 0,25 EUR pro kWh und einer Einspeisevergütung von 0,05 bis 0,08 EUR spart jede selbst verbrauchte kWh rund 0,17 bis 0,20 EUR gegenüber der Einspeisung.

Was beeinflusst den Preis?

  • Anlagengröße in kWp: Größere Anlagen sind pro kWp günstiger durch Skaleneffekte bei Montage und Material
  • Dachtyp und Ausrichtung: Schrägdächer mit Süd-Ausrichtung sind ideal, Flachdächer erfordern Aufständerung die zusätzlich kostet
  • Modulqualität: Premium-Module mit höherem Wirkungsgrad kosten mehr, erzeugen aber auf gleicher Fläche mehr Strom
  • Stromspeicher: Verdoppelt den Eigenverbrauch, erhöht aber die Investitionskosten um 4.000 bis 12.000 EUR
  • Elektroinstallation: Zählerschrank-Umbau, neuer Zählerplatz oder Leitungsverlegung können zusätzliche Kosten verursachen

Förderungen und Einspeisevergütung in Österreich

Österreich bietet eines der attraktivsten Förderprogramme für Photovoltaik in Europa. Die wichtigste Förderung kommt von der OeMAG (Abwicklungsstelle für Ökostrom AG). Für Kleinanlagen bis 20 kWp gibt es einen Investitionszuschuss, der je nach Fördertopf und Antragszeitpunkt bei 200 bis 350 EUR pro kWp liegt. Bei einer 10 kWp-Anlage bedeutet das eine Förderung von 2.000 bis 3.500 EUR. Für Stromspeicher gibt es einen zusätzlichen Zuschuss von 200 bis 350 EUR pro kWh Speicherkapazität. Ein 5 kWh-Speicher wird also mit 1.000 bis 1.750 EUR gefördert. Die Kombination aus Anlagen- und Speicherförderung kann die Investitionskosten um 20 bis 30 Prozent senken. Zusätzlich zur Bundesförderung bieten viele Bundesländer eigene Programme an: In Oberösterreich gibt es zusätzliche Zuschüsse über die Wohnbauförderung, in Niederösterreich über den Energiezuschuss, in der Steiermark über die Wohnhaussanierungsförderung. Die Einspeisevergütung für überschüssigen Strom, der ins Netz eingespeist wird, liegt 2026 bei marktabhängigen Tarifen zwischen 5 und 12 Cent pro kWh, abhängig vom Energieversorger und Vertrag. Der Marktpreis ist nach den Spitzen der Energiekrise zwar wieder gesunken, die Einspeisevergütung liegt aber immer noch deutlich über dem Niveau vor 2021. Ein wichtiger steuerlicher Aspekt: Seit der Änderung der Kleinunternehmerregelung 2025 sind PV-Anlagen bis 35 kWp von der Umsatzsteuer befreit, was den effektiven Kaufpreis um 20 Prozent senkt.

Tipps zum Sparen

  1. 1 Dimensionieren Sie die Anlage großzügig - das Dach wird nur einmal belegt, und eine größere Anlage ist pro kWp günstiger. Überschüssiger Strom kann eingespeist oder später für ein E-Auto genutzt werden.
  2. 2 Beantragen Sie die OeMAG-Förderung sofort nach Verfügbarkeit - die Fördertöpfe sind oft innerhalb von Stunden ausgeschöpft. Registrieren Sie sich vorab im Fördersystem.
  3. 3 Nutzen Sie die Umsatzsteuerbefreiung für PV-Anlagen bis 35 kWp - dadurch sparen Sie 20 Prozent auf den Kaufpreis, was bei einer 10 kWp-Anlage 2.500 bis 3.700 EUR ausmacht.
  4. 4 Vergleichen Sie mindestens drei Angebote und achten Sie auf die verwendeten Komponenten - nicht jedes günstige Angebot ist langfristig wirtschaftlich, wenn minderwertige Module oder Wechselrichter verbaut werden.

Amortisation, Montage und wann sich ein Fachbetrieb lohnt

Die Amortisationszeit einer Photovoltaikanlage in Österreich liegt aktuell bei 7 bis 12 Jahren, abhängig von Größe, Eigenverbrauchsanteil, Förderung und Strompreis. Nach der Amortisation produziert die Anlage für weitere 15 bis 20 Jahre nahezu kostenlosen Strom, da die Betriebskosten minimal sind - lediglich eine jährliche Reinigung für 100 bis 200 EUR und gegebenenfalls ein Wechselrichtertausch nach 12 bis 15 Jahren für 1.500 bis 3.000 EUR fallen an. Die Montage einer PV-Anlage sollte ausschließlich von einem zertifizierten Elektro-Fachbetrieb durchgeführt werden. Die Installation umfasst das Setzen des Montagesystems auf dem Dach, die Montage der Module, die Verkabelung, den Anschluss des Wechselrichters und die Verbindung mit dem Hausnetz. Für eine 10 kWp-Anlage dauert die Montage in der Regel 2 bis 3 Arbeitstage. Die Kosten für die Montage sind im Gesamtpreis der Anlage bereits enthalten. Vom Selbsteinbau ist aus mehreren Gründen abzuraten: Die elektrischen Arbeiten erfordern eine Konzession, die Herstellergarantie erlischt bei nicht fachgerechter Installation, und Fehler bei der Dachdurchdringung können zu Wasserschäden führen. Außerdem ist die fachgerechte Installation Voraussetzung für die Förderfähigkeit. Ein guter Installateur übernimmt auch die Netzanmeldung beim Netzbetreiber und unterstützt bei der Förderabwicklung. Lassen Sie sich mehrere Angebote erstellen und vergleichen Sie nicht nur den Preis, sondern auch die verwendeten Komponenten, die angebotene Monitoring-Lösung und die Garantiebedingungen.

Häufige Fragen

In Österreich erzeugt eine PV-Anlage je nach Standort und Ausrichtung zwischen 950 und 1.200 kWh pro kWp installierter Leistung pro Jahr. Eine 10 kWp-Anlage produziert also 9.500 bis 12.000 kWh jährlich. In sonnenreichen Regionen wie dem Burgenland oder der Südsteiermark sind die Erträge am höchsten, in inneralpinen Tälern oder Nebellagen etwas geringer.

Die OeMAG-Förderung ist ein Investitionszuschuss für Photovoltaikanlagen und Stromspeicher. Sie wird online über das Fördersystem der OeMAG beantragt. Wichtig ist, dass die Anlage zum Zeitpunkt der Antragstellung noch NICHT errichtet sein darf. Nach Förderzusage haben Sie 12 Monate Zeit für die Installation. Die Auszahlung erfolgt nach Einreichung der Fertigstellungsmeldung und Rechnung.

Das kommt auf Ihr Verbrauchsprofil an. Wenn Sie tagsüber wenig zu Hause sind und den meisten Strom abends verbrauchen, erhöht ein Speicher Ihren Eigenverbrauch von 25 auf 70 Prozent. Bei einer Differenz zwischen Strompreis (0,25 EUR) und Einspeisevergütung (0,07 EUR) von 0,18 EUR pro kWh und 2.000 kWh zusätzlichem Eigenverbrauch spart der Speicher 360 EUR jährlich. Bei Kosten von 5.000 EUR amortisiert er sich in rund 14 Jahren.

Ja, das ist problemlos möglich. Auf Flachdächern werden die Module auf einem Aufständerungssystem in einem optimalen Winkel von 15 bis 25 Grad montiert. Die Aufständerung kostet 50 bis 100 EUR pro Modul zusätzlich. Achten Sie auf ausreichend Abstand zwischen den Modulreihen, um eine gegenseitige Verschattung zu vermeiden. Die Statik des Flachdachs muss vom Installateur geprüft werden, da die Module mit Ballastierung oder Dachdurchdringung befestigt werden.

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