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Was kostet ein Wintergarten? Preise 2026 in Österreich

Ein Wintergarten erweitert den Wohnraum und schafft eine lichtdurchflutete Verbindung zwischen Haus und Garten, die Sie das ganze Jahr über nutzen können. In Österreich kosten Wintergärten je nach Typ, Größe und Ausstattung zwischen 8.000 und 60.000 EUR. Während ein einfacher Kaltwintergarten schon für unter 10.000 EUR zu haben ist, schlägt ein voll beheizter Wohnwintergarten mit hochwertiger Verglasung schnell mit 30.000 bis 60.000 EUR zu Buche. In diesem Ratgeber erfahren Sie, welche Wintergartentypen es gibt, welche Kosten auf Sie zukommen und was Sie in Österreich bei der Planung beachten müssen.

Kaltwintergarten vs. Wohnwintergarten - Typen und Kosten

Die grundlegende Entscheidung bei der Wintergartenplanung ist die Wahl zwischen einem Kaltwintergarten und einem Wohnwintergarten, da diese sich in Bauweise, Nutzungsmöglichkeiten und Kosten grundlegend unterscheiden. Ein Kaltwintergarten, auch Sommergarten oder Glasanbau genannt, ist die preiswertere Variante und kostet zwischen 8.000 und 20.000 EUR. Er verfügt über eine einfache Konstruktion aus Aluminium- oder Holzprofilen mit Einfachverglasung oder Stegplatten aus Polycarbonat. Da er nicht gedämmt und nicht beheizt wird, lässt er sich nur von Frühling bis Herbst als zusätzlicher Aufenthaltsbereich nutzen, bietet aber einen hervorragenden Regenschutz und verlängert die Gartensaison um mehrere Wochen. Im Winter können frostempfindliche Pflanzen dort überwintern. Ein Wohnwintergarten hingegen ist ein vollwertiger Wohnraum mit Wärmedämmung, Mehrfachverglasung und Heizung, der ganzjährig bewohnbar ist. Die Kosten liegen zwischen 20.000 und 60.000 EUR, abhängig von Größe, Verglasung und Ausstattung. Die Konstruktion besteht aus thermisch getrennten Profilen aus Aluminium, Holz-Aluminium oder Kunststoff, die Kältebrücken verhindern. Die Verglasung ist als Zweifach- oder Dreifach-Isolierverglasung mit einem U-Wert von 1,1 oder besser ausgeführt. Die Preisunterschiede zwischen den Materialien sind erheblich: Eine Kunststoffkonstruktion ist am günstigsten, Holz-Aluminium bietet die beste Optik und Haltbarkeit, reines Aluminium ist wartungsarm und langlebig. Für einen durchschnittlichen Wohnwintergarten mit 15 bis 20 Quadratmetern Grundfläche sollten Sie inklusive aller Nebenkosten mit 30.000 bis 45.000 EUR rechnen.

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Fundament, Bodenplatte und Anschluss an das Bestandsgebäude

Das Fundament ist beim Wintergarten eine besonders anspruchsvolle Aufgabe, da es gleichzeitig die Glasfassade tragen, frostfrei gegründet sein und einen dichten Anschluss an das bestehende Gebäude gewährleisten muss. Die Kosten für Fundament und Bodenplatte eines Wintergartens liegen zwischen 3.000 und 8.000 EUR, abhängig von der Größe und den Bodenverhältnissen. In den meisten Fällen wird eine Stahlbeton-Bodenplatte auf einem Streifenfundament errichtet. Das Streifenfundament muss in Österreich mindestens 80 Zentimeter tief sein, um unter die Frostgrenze zu reichen, in alpinen Lagen sogar 100 bis 120 Zentimeter. Bei einem Wohnwintergarten muss die Bodenplatte zusätzlich gedämmt werden, um Wärmeverluste nach unten zu minimieren. Eine Perimeterdämmung mit 10 bis 15 Zentimetern XPS-Platten ist Standard und verhindert zudem Kondensation auf dem kalten Boden. Der Bodenbelag im Wintergarten reicht von einfachen Fliesen für 30 bis 60 EUR pro Quadratmeter bis zu hochwertigem Naturstein für 80 bis 150 EUR pro Quadratmeter. Fliesen oder Steinböden speichern die Sonnenwärme am Tag und geben sie abends wieder ab, was die Heizkosten senkt. Der Anschluss an das bestehende Gebäude ist die sensibelste Stelle und muss absolut wasser- und luftdicht ausgeführt werden. Undichte Anschlüsse führen zu Feuchtigkeitsschäden in der Hauswand und können im schlimmsten Fall Schimmelbildung verursachen. Ein erfahrener Wintergartenbauer verwendet dafür spezielle Anschlussbänder, Dichtfolien und Kompribänder, die Bewegungen zwischen Wintergarten und Haus ausgleichen können, ohne undicht zu werden.

Was beeinflusst den Preis?

  • Wintergartentyp: Kaltwintergarten ist deutlich günstiger als ein beheizter Wohnwintergarten
  • Verglasung: Einfachglas, Isolierglas oder Dreifachverglasung bestimmen Energieeffizienz und Preis erheblich
  • Größe und Form: Jeder Quadratmeter mehr erhöht die Kosten, Sonderformen wie Polygonalwintergärten sind teurer
  • Beschattung: Außenbeschattung ist teurer, aber deutlich effektiver als Innenbeschattung
  • Fundament: Bodenbeschaffenheit und Frosttiefe bestimmen den Aufwand für das Fundament

Beschattung und Belüftung - unverzichtbar für den Komfort

Ohne eine wirksame Beschattung wird ein Wintergarten im Sommer schnell zur Sauna: Bei direkter Sonneneinstrahlung können die Temperaturen auf über 60 Grad Celsius ansteigen, was den Aufenthalt unerträglich macht und sogar die Möbel und Pflanzen schädigen kann. Eine Beschattungsanlage ist daher kein optionales Extra, sondern eine Notwendigkeit, die bei der Planung von Anfang an berücksichtigt werden muss. Außenliegende Beschattungssysteme sind deutlich effektiver als innenliegende, da sie die Sonnenstrahlen abfangen, bevor sie durch das Glas in den Wintergarten gelangen. Außenliegende Markisen oder Raffstores kosten zwischen 2.000 und 6.000 EUR, je nach Größe der zu beschattenden Fläche und ob sie manuell oder elektrisch betrieben werden. Elektrische Systeme mit Wind- und Sonnensensor fahren automatisch aus und ein und kosten etwa 500 bis 1.000 EUR mehr, bieten aber einen erheblichen Komfortgewinn. Innenliegende Beschattungen wie Plissees, Rollos oder Jalousien sind günstiger mit 500 bis 2.000 EUR, reduzieren die Hitze aber nur um etwa 30 Prozent, während Außenbeschattungen bis zu 75 Prozent der Wärme abhalten. Die Belüftung ist das zweite zentrale Komfortthema: Auch mit Beschattung muss die aufgeheizte Luft entweichen können. Die natürliche Belüftung über Dachfenster und Seitenfenster funktioniert nach dem Kamineffekt: Warme Luft steigt auf und entweicht oben, kühle Luft strömt unten nach. Motorisch betriebene Dachfenster mit Regensensor kosten 500 bis 1.500 EUR pro Stück und sorgen automatisch für frische Luft. Für Wohnwintergärten ist eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung eine energieeffiziente Option für 2.000 bis 4.000 EUR.

Tipps zum Sparen

  1. 1 Lassen Sie die Beschattung gleich mitplanen und nicht erst nachträglich ergänzen, denn eine nachträgliche Montage ist oft teurer und technisch schwieriger.
  2. 2 Achten Sie auf eine ausreichende Belüftung mit mindestens zwei öffenbaren Dachfenstern und Seitenfenstern, damit die Hitze im Sommer abziehen kann.
  3. 3 Prüfen Sie vor der Planung Ihren Bebauungsplan auf maximale Verbauungsdichte und Grenzabstände, um unangenehme Überraschungen im Genehmigungsverfahren zu vermeiden.
  4. 4 Investieren Sie bei einem Wohnwintergarten in Dreifachverglasung - die Mehrkosten amortisieren sich durch geringere Heizkosten innerhalb weniger Jahre.

Baugenehmigung und Energieausweis in Österreich

In Österreich ist ein Wintergarten in aller Regel baubewilligungspflichtig, da er die Kubatur des Gebäudes verändert und meist an die Außenwand des Bestandsgebäudes angebaut wird. Die Bauordnungen der neun Bundesländer unterscheiden sich in Details, stimmen aber in den Grundzügen überein: Sie brauchen einen Einreichplan vom Architekten oder Baumeister, eine Statikberechnung und in vielen Fällen die Zustimmung der Nachbarn, wenn der Wintergarten näher als der vorgeschriebene Mindestabstand an die Grundstücksgrenze reicht. Die Kosten für die Baugenehmigung inklusive Planerstellung liegen bei 500 bis 1.500 EUR. Bei einem Wohnwintergarten muss zusätzlich der Energieausweis des Gebäudes aktualisiert werden, da sich durch die zusätzliche Glasfläche die Energiebilanz des Hauses ändert. Ein neuer Energieausweis kostet 200 bis 500 EUR. Grundsätzlich verlangt die OIB-Richtlinie 6, dass bei Zubauten die aktuellen energietechnischen Anforderungen eingehalten werden. Das bedeutet: Die Verglasung muss bestimmte U-Werte einhalten, und der beheizte Wintergarten wird in die Gesamtenergiebilanz des Hauses eingerechnet. Prüfen Sie auch, ob Ihr Bebauungsplan oder örtliches Raumordnungsprogramm den Anbau eines Wintergartens an der gewünschten Stelle überhaupt zulässt. In manchen Zonen sind Zubauten auf die Südseite beschränkt, oder die maximale Verbauungsdichte ist bereits ausgeschöpft. Fördermöglichkeiten bestehen im Rahmen der thermischen Sanierung: Wenn der Wintergarten als energetische Verbesserung des Bestandsgebäudes gilt, können Sie unter Umständen Zuschüsse über die Sanierungsoffensive des Bundes beantragen, die bis zu 14.000 EUR betragen können.

Häufige Fragen

Ja, in der Regel schon. Da ein Wintergarten die Kubatur des Gebäudes verändert, ist er in allen Bundesländern zumindest anzeige- oder bewilligungspflichtig. Für den Bauantrag brauchen Sie einen Einreichplan, eine Statikberechnung und oft die Nachbarzustimmung. Rechnen Sie mit 500 bis 1.500 EUR für die Baugenehmigung inklusive Plankosten.

Das hängt von Ihren Nutzungsansprüchen und Ihrem Budget ab. Ein Kaltwintergarten für 8.000 bis 20.000 EUR eignet sich hervorragend als überdachter Sitzplatz von Frühling bis Herbst und als Pflanzenüberwinterung. Ein Wohnwintergarten für 20.000 bis 60.000 EUR ist ein ganzjährig nutzbarer Wohnraum mit Heizung und Dämmung, der den Wert Ihrer Immobilie deutlich steigert.

Ein Kaltwintergarten ohne Heizung ist im Winter nur wenige Grad wärmer als die Außentemperatur und bietet Frostschutz für Pflanzen. Ein beheizter Wohnwintergarten mit Dreifachverglasung und Fußbodenheizung erreicht problemlos 20 bis 22 Grad, verbraucht aber entsprechend Heizenergie. Die Heizkosten liegen bei 300 bis 800 EUR pro Heizsaison, je nach Verglasung und Größe.

Holz-Aluminium-Konstruktionen bieten die beste Kombination aus Optik, Wärmedämmung und Langlebigkeit. Innen sorgt Holz für eine warme Atmosphäre, außen schützt die Aluminium-Verkleidung vor Witterung und ist wartungsfrei. Reine Aluminiumkonstruktionen sind günstiger und ebenfalls wartungsarm, wirken aber etwas kühler. Kunststoffprofile sind am preiswertesten, haben aber eine geringere Stabilität bei großen Spannweiten.

Direkte Förderungen speziell für Wintergärten gibt es selten. Allerdings können Sie im Rahmen der thermischen Sanierung Zuschüsse erhalten, wenn der Wintergarten als energetische Verbesserung des Bestandsgebäudes gilt. Die Sanierungsoffensive des Bundes fördert mit bis zu 14.000 EUR. Einzelne Bundesländer bieten zusätzliche Förderungen an. Auf FixBuddy finden Sie Wintergartenbauer, die Sie auch zu Fördermöglichkeiten beraten.

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