Home Ratgeber Kostenlose Entrümpelung in Österreich 2026: Wann ist gratis wirklich gratis?

Kostenlose Entrümpelung in Österreich 2026: Wann ist gratis wirklich gratis?

Preise aktualisiert: September 2026

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    Preise auf einen Blick

    Preisspannen im Überblick

    Richtwerte für Pauschalpreise, je nach Füllgrad, Stockwerk und Sondermüll.

    • Endreinigung nach 200–500 €
    • Keller oder Dachboden einzeln 300–1.000 €
    • Wohnung 60–80 m² 1.200–3.200 €
    • Haus komplett (inkl. Keller/Dachboden) 2.500–8.000 €

    Den genauen Preis nennen dir die Betriebe: direkt als Fixpreis oder nach einer kostenlosen Besichtigung.

    „Kostenlose Entrümpelung" klingt verlockend – doch hinter dem Versprechen steckt oft mehr Schein als Sein. In Österreich bieten zahlreiche Firmen an, Wohnungen, Keller oder Dachböden gratis zu räumen, wenn der Hausrat ausreichend Wiederverkaufswert hat. Das funktioniert manchmal tatsächlich – aber längst nicht immer. Dieser Ratgeber erklärt ehrlich, wann eine Nullkosten-Entrümpelung realistisch ist, wie die Wertanrechnung funktioniert, woran Sie unseriöse Angebote erkennen und was Sie in Wien anders beachten müssen als auf dem Land.

    Geprüfte Betriebe
    9 geprüfte Entrümpelungs­betriebe in Wien und UmgebungMelden sich mit Fixpreis oder kostenloser Besichtigung
    • Kumovi
    • NNOKI Transporte e.U.
    • NNikolic
    • AAufräumhelden-Zekic
    • KKlarRaum Entrümpelung e.U.
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    Kurzantwort

    Entrümpelung pro m² Wohnfläche: 20–40 € pro m²

    Leistung Preis (Richtwert) Einheit
    Entrümpelung pro m² Wohnfläche 20–40 € pro m²
    Keller oder Dachboden einzeln 300–1.000 € pauschal
    Wohnung 60–80 m² 1.200–3.200 € pauschal
    Haus komplett (inkl. Keller/Dachboden) 2.500–8.000 € pauschal
    Sperrmüll pro m³ 50–120 € pro m³
    Endreinigung nach Entrümpelung 200–500 € pauschal
    Wertanrechnung 10–30 % Prozent Rabatt

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    So läuft's ab

    Von der Anfrage bis besenrein

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    1. Anfrage stellen 2 Min.

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    2. Betriebe melden sich

      Jeder Betrieb wählt, wie er dir antwortet:

      Weg A

      Fixpreis-Angebot

      Ein fester Preis direkt aus deiner Beschreibung.

      ODER
      Weg B

      Kostenlose Besichtigung

      Der Betrieb schaut vor Ort und nennt dir danach den Preis.

    3. Du entscheidest

      Du vergleichst in Ruhe und wählst den Betrieb, der dir passt.

    4. Räumung & Entsorgung

      Ausräumen, Abtransport und fachgerechte Entsorgung übernimmt der Betrieb.

    5. Besenrein übergeben

      Am Ende bekommst du die Räume leer und besenrein zurück.

    Leere, besenreine Wohnung nach der Entrümpelung mit gestapelten Kartons und Besen
    Ausgeräumt Entsorgt Besenrein

    Wie funktioniert die Wertanrechnung – und wann geht die Rechnung auf?

    Das Prinzip der kostenlosen Entrümpelung basiert auf einem einfachen Tauschgeschäft: Die Firma übernimmt den Hausrat, verkauft verwertbare Gegenstände weiter – an Flohmärkte, Second-Hand-Läden oder ins Ausland – und verrechnet den erzielten Erlös gegen die Arbeits- und Entsorgungskosten. Deckt der Warenwert die Gesamtkosten, zahlen Sie nichts. Klingt fair, hat aber einen Haken: Den Wiederverkaufswert schätzt ausschließlich die Firma selbst ein, und diese Schätzung fällt erfahrungsgemäß konservativ aus.

    Ein realistisches Rechenbeispiel: Eine 70-m²-Wohnung in Wien mit gemischtem Hausrat kostet in der Entrümpelung rund 2.000 Euro (Richtwert 20–40 € pro m²). Enthält die Wohnung einen funktionsfähigen Holzschreibtisch (Wiederverkaufswert ca. 80 €), eine alte Nähmaschine (ca. 60 €) und diverse Bücher (ca. 30 €), rechnet die Firma vielleicht 120–150 Euro an. Es bleiben also rund 1.850 Euro Restkosten. Eine wirklich kostenlose Entrümpelung ist nur dann realistisch, wenn der Hausrat echte Wertgegenstände enthält: Antiquitäten, Werkzeugsammlungen, Marken-Haushaltsgeräte in gutem Zustand, Schmuck oder Sammlerstücke. Wer eine typische Durchschnittswohnung mit IKEA-Möbeln aus den 2000er-Jahren räumen lässt, sollte mit einer Nullkosten-Lösung nicht ernsthaft rechnen. Die Wertanrechnung ist kein Betrug – aber sie wird oft überschätzt.

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    Unseriöse Gratis-Angebote erkennen: Diese Warnsignale sollten Sie kennen

    Der Markt für Entrümpelungen ist in Österreich wenig reguliert, was unseriösen Anbietern Tür und Tor öffnet. Das häufigste Muster: Eine Firma verspricht telefonisch oder per Flugblatt eine kostenlose Entrümpelung, erscheint zum Termin – und präsentiert dann plötzlich eine Rechnung über mehrere Hundert oder gar Tausend Euro, weil angeblich „Sondermüll" oder „Mehraufwand" entstanden sei. Wer dann nicht zahlen will, wird unter Druck gesetzt.

    Konkrete Warnsignale, auf die Sie achten sollten: Erstens, kein schriftlicher Kostenvoranschlag vor Beginn der Arbeiten. Seriöse Firmen besichtigen das Objekt kostenlos und legen danach ein verbindliches Angebot vor. Zweitens, pauschale Gratis-Versprechen ohne Besichtigung – wer Ihr Objekt nicht gesehen hat, kann keinen seriösen Preis nennen. Drittens, fehlende Gewerbeberechtigung: In Österreich benötigen Entrümpelungsfirmen eine entsprechende Gewerbeberechtigung (Abfallsammler und -behandler gemäß AWG 2002). Fragen Sie danach oder prüfen Sie das Firmenbuch. Viertens, Barzahlung auf Verlangen ohne Rechnung – das ist ein klassisches Zeichen für Schwarzarbeit und bietet Ihnen keinerlei rechtlichen Schutz. Fünftens, extrem kurze Reaktionszeiten kombiniert mit Druck: „Wir sind morgen in Ihrer Gegend, entscheiden Sie jetzt" ist eine klassische Überrumpelungstaktik. Nehmen Sie sich immer Zeit für Vergleichsangebote.

    Was beeinflusst den Preis?

    • Menge und Art des Hausrats: Sperrmüll, Elektroschrott und Sondermüll (z. B. Farben, Chemikalien) verursachen höhere Entsorgungskosten als gewöhnliche Möbel.
    • Wiederverkaufswert der Gegenstände: Funktionsfähige Möbel, Werkzeug, Antiquitäten oder Sammlerstücke können den Preis erheblich senken – leere IKEA-Regale hingegen kaum.
    • Zugänglichkeit des Objekts: Enge Stiegenhäuser, fehlender Aufzug oder weite Anfahrtswege (besonders in ländlichen Regionen) erhöhen den Arbeitsaufwand und damit die Kosten.
    • Standort in Österreich: In Wien gelten spezifische Regelungen zur Sperrmüllentsorgung über die MA 48; am Land sind private Entsorgungsfahrten oft teurer, weil Deponien weiter entfernt liegen.
    • Zeitdruck und Terminlage: Kurzfristige Aufträge oder Wochenend-Termine werden von den meisten Firmen mit einem Aufschlag von 15–30 % verrechnet.

    Wien vs. Bundesländer: Was Sie regional beachten müssen

    Österreich ist kein einheitlicher Markt, wenn es um Entrümpelung geht – regionale Unterschiede betreffen sowohl die Preise als auch die rechtlichen Rahmenbedingungen.

    In Wien betreibt die MA 48 (Magistratsabteilung für Abfallwirtschaft) Mistplätze, an denen Wiener Haushalte haushaltsübliche Mengen Sperrmüll kostenlos abgeben können. Zusätzlich bietet die MA 48 eine Sperrmüll-Abholung an – die aktuellen Bedingungen finden Sie auf wien.gv.at. Das bedeutet: Ein Teil der Entsorgungskosten, den eine Entrümpelungsfirma sonst einpreist, entfällt in Wien, wenn Sie selbst aktiv werden. Firmen, die in Wien tätig sind, haben also potenziell niedrigere Entsorgungskosten – was sich im Idealfall im Angebot niederschlägt.

    In den Bundesländern – etwa in Tirol, der Steiermark oder Kärnten – sind die Strukturen anders. Viele Gemeinden bieten zwar eigene Altstoffsammelzentren an, die Öffnungszeiten sind aber oft eingeschränkt, und Deponien liegen in ländlichen Gebieten weiter entfernt. Das erhöht den Aufwand für Entrümpelungsfirmen und damit die Kosten. Gleichzeitig sind die Stundensätze für Arbeitskräfte am Land teils etwas niedriger als in Wien, was den Effekt teilweise ausgleicht. Elektroaltgeräte können Haushalte in ganz Österreich kostenlos bei den kommunalen Sammelstellen abgeben – das senkt die Entsorgungskosten, wenn Sie Geräte vorab selbst wegbringen.

    Tipps zum Sparen

    1. 1 Holen Sie mindestens drei schriftliche Kostenvoranschläge ein – nur so können Sie die Wertanrechnung verschiedener Anbieter objektiv vergleichen.
    2. 2 Fotografieren Sie wertvolle Gegenstände vor dem Besichtigungstermin und recherchieren Sie deren Marktwert auf Willhaben oder eBay Kleinanzeigen, damit Sie die Anrechnung realistisch einschätzen können.
    3. 3 Fragen Sie explizit nach einer schriftlichen Aufschlüsselung: Entsorgungskosten, Arbeitszeit und angerechneter Warenwert müssen getrennt ausgewiesen sein – seriöse Firmen tun das ohne Zögern.
    4. 4 Prüfen Sie, ob Ihr Bundesland oder Ihre Gemeinde Förderungen für die Entsorgung von Elektroaltgeräten oder Schadstoffen anbietet – das kann die Restkosten zusätzlich senken.

    Realistische Rechenbeispiele: Was bleibt am Ende wirklich zu zahlen?

    Um die Wertanrechnung greifbar zu machen, helfen konkrete Szenarien aus der österreichischen Praxis.

    Szenario 1 – Kellerwohnung in Wien, Nachlass einer älteren Person: Der Keller (ca. 25 m²) enthält alte Werkzeuge (Schätzwert ca. 150 €), eine funktionsfähige Nähmaschine (ca. 80 €) und diverse Haushaltsgegenstände ohne besonderen Wert. Entsorgungskosten der Firma: ca. 500 €. Angerechneter Warenwert: ca. 180 €. Restbetrag für den Auftraggeber: ca. 320 €. Ergebnis: deutliche Reduktion, aber nicht kostenlos.

    Szenario 2 – Einfamilienhaus in der Steiermark, Haushaltsauflösung: Das Haus enthält antike Möbel (Schätzwert ca. 600 €), eine Werkzeugsammlung (ca. 300 €) und Marken-Haushaltsgeräte (ca. 200 €). Entsorgungskosten: ca. 3.500 €. Angerechneter Warenwert: ca. 900 €. Restbetrag: ca. 2.600 €. Ergebnis: spürbare Ersparnis, aber weiterhin erhebliche Ausgaben.

    Szenario 3 – Dachboden in Salzburg, Antiquitäten-Nachlass: Der Dachboden enthält nachweislich wertvolle Antiquitäten (Schätzwert durch unabhängigen Gutachter: 2.500 €). Entsorgungskosten: ca. 800 €. Angerechneter Warenwert: ca. 1.200 € (die Firma rechnet konservativ). Ergebnis: Die Firma zahlt dem Auftraggeber sogar eine Differenz aus – eine echte Nullkosten- oder Pluslösung ist möglich, aber nur bei außergewöhnlichem Warenwert.

    Die Lehre aus diesen Beispielen: Lassen Sie Wertgegenstände vor der Entrümpelung von einem unabhängigen Sachverständigen oder Auktionshaus bewerten. So verhandeln Sie auf Augenhöhe.

    So gehen Sie eine Entrümpelung richtig an: Checkliste und nächste Schritte

    Eine gut vorbereitete Entrümpelung spart Geld und Nerven – unabhängig davon, ob am Ende eine Nullrechnung steht oder nicht. Die folgenden Schritte helfen Ihnen, den Überblick zu behalten.

    Schritt 1 – Inventur machen: Gehen Sie das Objekt systematisch durch und notieren Sie, was vorhanden ist. Trennen Sie grob in drei Kategorien: potenziell wertvoll, brauchbar aber wertlos, und Müll. Das gibt Ihnen eine realistische Erwartungshaltung.

    Schritt 2 – Wertgegenstände vorab bewerten lassen: Antiquitäten, Schmuck, Sammlerstücke oder hochwertige Werkzeuge sollten Sie vor dem Firmentermin von einem unabhängigen Sachverständigen oder einem Auktionshaus einschätzen lassen. Das kostet oft wenig oder nichts und gibt Ihnen eine starke Verhandlungsposition.

    Schritt 3 – Mindestens drei Angebote einholen: Bestehen Sie auf einer kostenlosen Vorort-Besichtigung und einem schriftlichen Angebot mit getrennter Aufschlüsselung von Arbeitskosten, Entsorgungskosten und Wertanrechnung.

    Schritt 4 – Gewerbeberechtigung prüfen: Kontrollieren Sie die Firma im WKO-Firmen A–Z. Seriöse Anbieter haben kein Problem damit, ihre Berechtigung vorzuzeigen.

    Schritt 5 – Vertrag schriftlich abschließen: Halten Sie Leistungsumfang, Termin, Gesamtpreis und Zahlungsmodalitäten schriftlich fest. Zahlen Sie nie den vollen Betrag im Voraus.

    Wer mehrere Angebote vergleichen möchte, ohne selbst aufwendig recherchieren zu müssen, kann Plattformen wie FixBuddy nutzen, die geprüfte Entrümpelungsbetriebe in ganz Österreich vermitteln.

    Häufige Fragen

    Ja, aber nur unter bestimmten Voraussetzungen: Der Hausrat muss ausreichend verwertbare Gegenstände enthalten, deren Wiederverkaufswert die Arbeits- und Entsorgungskosten tatsächlich deckt. Das ist bei Durchschnittshaushalten eher die Ausnahme als die Regel. Realistisch ist eine deutliche Kostenreduktion, selten aber eine vollständige Nullrechnung.

    Entrümpelungsfirmen, die Abfälle entsorgen, benötigen in Österreich eine Zulassung als Abfallsammler und -behandler gemäß Abfallwirtschaftsgesetz (AWG 2002). Zusätzlich ist ein Gewerbe für Übersiedlungen oder Transportgewerbe üblich. Die Gewerbeberechtigung können Sie kostenlos im WKO-Firmen A–Z oder im Unternehmensregister prüfen.

    Die Mistplätze der MA 48 nehmen haushaltsübliche Mengen Sperrmüll von Wiener Haushalten kostenlos an. Für eine Abholung bietet die MA 48 ein eigenes Service an – Bedingungen und Kosten stehen auf wien.gv.at. Für größere Entrümpelungen reicht dieses Angebot jedoch meist nicht aus – hier ist eine Fachfirma sinnvoll, die den Mehraufwand übernimmt.

    Ein Kostenvoranschlag ist in Österreich für Verbraucher grundsätzlich verbindlich, außer die Firma hat ihn ausdrücklich als unverbindlich bezeichnet. Auch bei einem unverbindlichen Voranschlag muss sie eine beträchtliche Überschreitung vorher ankündigen. Im Streitfall helfen Konsumentenschutz-Stellen wie die Arbeiterkammer oder der VKI weiter.

    Eine direkte Förderung für Entrümpelungen gibt es nicht. Allerdings sind die Abgabe von Elektroaltgeräten und Schadstoffen (Farben, Batterien, Chemikalien) an kommunalen Sammelstellen kostenlos. Manche Gemeinden bieten zudem geförderte Sperrmüllabholungen an. Informieren Sie sich bei Ihrer Gemeindeverwaltung oder dem jeweiligen Abfallverband.

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