Sperrmüll entsorgen in Wien: Kosten 2026 (MA48 vs. Firma)
Preise aktualisiert: September 2026
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Wer in Wien eine Wohnung auflöst, umzieht oder einfach alten Hausrat loswird, steht vor der Frage: Was kostet die Entsorgung — und was ist gratis? Die Stadt Wien bietet über die MA48 mit dem Mistplatz einen kostenlosen Weg, doch bei größeren Mengen oder speziellen Materialien stoßen diese schnell an Grenzen. Dieser Ratgeber erklärt, wann der Mistplatz reicht, wann die kostenpflichtige Abholung sinnvoll ist und ab wann eine gewerbliche Entrümpelungsfirma die günstigere oder praktischere Wahl ist.
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Entrümpelung durch Firma pro m² Wohnfläche: 20–40 € pro m²
| Leistung | Preis (Richtwert) | Einheit |
|---|---|---|
| Mistplatz MA48 (Haushaltsmengen, Wien) | 0–0 € | kostenlos |
| Sperrmüll-Abholung MA48 (lt. Tarif Stadt Wien) | 57–65 € | pro m³ |
| Großes Elektrogerät bei MA48-Abholung | 31–31 € | pro Stück |
| Container 5 m³ | 300–600 € | inkl. Entsorgung |
| Entrümpelung durch Firma pro m² Wohnfläche | 20–40 € | pro m² |
| Entrümpelung 1-Zimmer-Wohnung (Firma) | 500–1.500 € | pauschal |
| Entrümpelung 2-3-Zimmer-Wohnung (Firma) | 1.000–3.000 € | pauschal |
| Endreinigung nach Entrümpelung | 200–500 € | pauschal |
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MA48: Mistplatz gratis, Sperrmüll-Abholung gegen Entgelt
Die Stadt Wien bietet Privatpersonen über die MA48 zwei Entsorgungswege. Erstens die Mistplätze im Stadtgebiet: Hier können Wienerinnen und Wiener mit Hauptwohnsitz in Wien Sperrmüll, Elektrogeräte, Metall, Holz und viele weitere Materialien kostenlos abgeben — vorausgesetzt, es handelt sich um haushaltsübliche Mengen. Die Öffnungszeiten variieren je nach Standort, eine Voranmeldung ist nicht erforderlich. Zweitens holt der Entrümpelungsdienst der MA48 Sperrmüll gegen Entgelt ab: laut Tarifübersicht der Stadt Wien 57 € pro m³, wenn der Ladekran die Gegenstände aufnehmen kann, und 65 € pro m³ aus Hof, Keller oder dem 1. Stock (jedes weitere Stockwerk ohne Lift plus 5 € pro m³, inklusive 10 % USt). Große Elektrogeräte kosten 31 € pro Stück. Die Abholung erfolgt laut Stadt Wien 6 bis 14 Werktage nach der Bestellung. Wer die Gegenstände nicht selbst zum Mistplatz transportieren kann und keine Wartezeit in Kauf nehmen möchte, muss auf kostenpflichtige Alternativen zurückgreifen.
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Der 48er-Tandler: Wiederverwertung statt Entsorgung
Eine Besonderheit Wiens ist der 48er-Tandler, der Gebrauchtwarenmarkt der MA48. Wer gut erhaltene Möbel, Haushaltsgeräte oder Dekorationsgegenstände loswerden möchte, kann diese kostenlos beim 48er-Tandler abgeben — die Mitarbeiter prüfen vor Ort, ob die Gegenstände verkaufsfähig sind. Angenommene Stücke werden im Markt weiterverkauft, nicht angenommene müssen anderweitig entsorgt werden. Der 48er-Tandler hat Standorte in mehreren Bezirken und ist eine sinnvolle erste Anlaufstelle, bevor man Entsorgungskosten in Kauf nimmt. Für Abgeber entstehen keine Kosten, ein Erlös wird nicht ausbezahlt. Alternativ lohnt sich für gut erhaltene Stücke auch die Abgabe an gemeinnützige Organisationen wie Caritas oder Volkshilfe, die Möbel und Hausrat für bedürftige Haushalte weitervermitteln. Diese Wege sind nicht nur kostenlos, sondern auch ökologisch sinnvoll und reduzieren die Menge an tatsächlich zu entsorgenden Gegenständen — was bei einer späteren kostenpflichtigen Entrümpelung direkt die Rechnung senkt.
Was beeinflusst den Preis?
- Volumen und Anzahl der Gegenstände: Mehr Kubikmeter bedeuten höhere Entsorgungsgebühren und längere Arbeitszeit für die Firma.
- Zugänglichkeit: Kein Aufzug, enge Stiegen oder weite Transportwege zum Fahrzeug erhöhen den Zeitaufwand und damit die Kosten spürbar.
- Art der Materialien: Sondermüll (Farben, Chemikalien, Kühlgeräte) und Elektroschrott verursachen gesonderte Entsorgungsgebühren.
- Zeitdruck: Kurzfristige Termine oder Express-Abholungen kosten deutlich mehr als geplante Aufträge mit ausreichend Vorlaufzeit.
- Bundesland: Außerhalb Wiens gibt es keine MA48, Angebote und Gebühren regelt jede Gemeinde selbst.
Kostenpflichtige MA48-Leistungen und Sonderentsorgung
Nicht alles übernimmt die MA48 gratis. Für bestimmte Leistungen fallen auch bei der städtischen Entsorgung Gebühren an. Die kostenpflichtige Problemstoffsammlung für Farben, Lacke, Lösungsmittel und ähnliche Schadstoffe ist zwar in Wien für Privatpersonen in haushaltsüblichen Mengen kostenlos am Mistplatz, größere Mengen oder gewerbliche Abfälle hingegen kostenpflichtig. Bauschutt, Fliesen und Baumaterialien werden am Mistplatz nur in kleinen Mengen kostenlos angenommen; größere Mengen müssen über eine Bauschuttdeponie oder einen Container-Service entsorgt werden. Ein 5-m³-Container kostet 2026 je nach Anbieter rund 300 bis 600 Euro inklusive Entsorgung. Für die Entsorgung von Kühlgeräten gilt in ganz Österreich die gesetzliche Pflicht zur fachgerechten Entsorgung über den Handel oder Mistplatz — am Mistplatz ist das für Privatpersonen kostenlos, bei einer Abholung durch die MA48 kostet ein Kühlgerät laut Tarif 31 € (bis 40 kg) bzw. 62 € (40–70 kg). Braucht die MA48 für die Abholung eine temporäre Halteverbotszone, kostet diese laut Tarifübersicht der Stadt Wien 58 € netto.
Tipps zum Sparen
- 1 Zuerst gut erhaltene Möbel beim 48er-Tandler oder bei gemeinnützigen Organisationen abgeben — das reduziert das kostenpflichtig zu entsorgende Volumen erheblich.
- 2 MA48-Sperrmüll-Abholung rechtzeitig bestellen: Laut Stadt Wien kommt sie 6 bis 14 Werktage nach der Bestellung, bei einem Umzug also früh planen.
- 3 Mindestens drei Kostenvoranschläge von Entrümpelungsfirmen einholen und dabei genau fragen, ob Entsorgungsgebühren für Sondermüll bereits enthalten sind.
- 4 Für Bauschutt aus Renovierungen einen separaten Container beauftragen — das ist günstiger als Bauschutt über eine Entrümpelungsfirma entsorgen zu lassen.
Gewerbliche Entrümpelungsfirmen: Wann lohnt sich der Profi?
Bei Wohnungsauflösungen, Nachlassentrümpelungen oder größeren Haushaltsauflösungen stoßen die kostenlosen MA48-Angebote schnell an ihre Grenzen — sei es wegen der Menge, der Wartezeit oder der körperlichen Arbeit. Gewerbliche Entrümpelungsfirmen übernehmen die komplette Abwicklung: Demontage von Möbeln, Abtransport, Entsorgung und auf Wunsch auch Reinigung. Die Kosten hängen stark vom Volumen und der Zugänglichkeit der Wohnung ab. Als Richtwert gelten ca. 20–40 € pro m² Wohnfläche: Eine Einzimmerwohnung kostet pauschal zwischen 500 und 1.500 Euro, eine Dreizimmerwohnung zwischen 1.500 und 3.000 Euro. Einflussfaktoren sind Stockwerk, Aufzug vorhanden oder nicht, Menge der Gegenstände und ob Sondermüll dabei ist. Manche Firmen verrechnen nach Stunden, andere pauschal nach Volumen. Wichtig: Seriöse Firmen erstellen vor Ort einen kostenlosen Kostenvoranschlag. Vergleichen Sie mindestens drei Angebote, da die Preisunterschiede erheblich sein können. Achten Sie auf eine klare Auflistung, was im Preis enthalten ist — insbesondere Entsorgungsgebühren für Sondermüll werden manchmal separat verrechnet. In Wien gilt außerdem: Für die Aufstellung eines Containers auf öffentlichem Grund ist eine Genehmigung der MA46 erforderlich, die die Firma in der Regel selbst einholt.
Kostenvergleich: MA48 vs. Entrümpelungsfirma — was wählen?
Die Entscheidung hängt von drei Faktoren ab: Menge, Zeit und körperliche Möglichkeit. Wer wenige Möbelstücke hat, mobil ist und Zeit mitbringt, fährt mit dem Mistplatz am günstigsten — Kosten: null Euro. Die Abholung durch die MA48 kostet 57 bis 65 € pro m³. Wer gut erhaltene Stücke hat, spart zusätzlich durch Abgabe beim 48er-Tandler oder an gemeinnützige Organisationen. Wer eine ganze Wohnung auflöst, unter Zeitdruck steht oder körperlich eingeschränkt ist, für den rechnet sich eine gewerbliche Firma trotz der Kosten: Sie spart Eigenaufwand, Transportorganisation und mehrere Fahrten zum Mistplatz. Bei Nachlassentrümpelungen übernehmen manche Firmen auch die Bewertung und den Ankauf von Wertgegenständen, was die Nettokosten senken kann. Auf dem Land (außerhalb Wiens) gibt es keine MA48; dort sind Gemeinde-Bauhöfe, regionale Mistplätze und private Entrümpelungsfirmen die einzigen Optionen — die Regeln unterscheiden sich von Gemeinde zu Gemeinde. Für Wienerinnen und Wiener gilt: Die MA48-Angebote zuerst ausschöpfen, dann gezielt für den Rest eine Firma beauftragen — das ist in den meisten Fällen die günstigste Kombination. Plattformen wie FixBuddy helfen dabei, geprüfte Entrümpelungsfirmen in Wien und ganz Österreich zu vergleichen und Angebote einzuholen.
Häufige Fragen
Wiener Haushalte können Sperrmüll, Altstoffe und Problemstoffe in haushaltsüblichen Mengen kostenlos an den Mistplätzen der MA48 abgeben. Für eine Abholung verrechnet die MA48 dagegen 57 bis 65 € pro m³, große Elektrogeräte 31 € pro Stück (Tarifübersicht der Stadt Wien).
Nein. In Wien ist das illegale Abstellen von Sperrmüll auf öffentlichem Grund verboten und kann mit Strafen bis zu mehreren Hundert Euro geahndet werden.
Je nach Größe und Inhalt der Wohnung liegen die Kosten bei ca. 20–40 € pro m² Wohnfläche: rund 500 Euro für eine kleine Einzimmerwohnung bis 3.000 Euro und mehr für eine große Wohnung mit viel Mobiliar. Holen Sie immer einen kostenlosen Vor-Ort-Kostenvoranschlag ein, da Pauschalangebote ohne Besichtigung oft ungenau sind.
Das ist von Gemeinde zu Gemeinde unterschiedlich. Viele Gemeinden betreiben eigene Altstoffsammelzentren oder bieten Sperrmüllsammlungen an. Informieren Sie sich direkt beim zuständigen Gemeindeamt oder Bauhof.
Nur wenn das vertraglich vereinbart ist. Manche Firmen bieten eine Wertanrechnung an — gefundene Wertgegenstände werden bewertet und vom Rechnungsbetrag abgezogen. Regeln Sie das schriftlich im Vorfeld, um spätere Missverständnisse zu vermeiden.
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