Was kostet Fenster tauschen? Preise 2026 in Österreich
Ein Fenstertausch verbessert die Energieeffizienz Ihres Hauses erheblich und senkt die Heizkosten nachhaltig. In Österreich sind viele Fenster in Bestandsbauten noch aus den 1980er- und 1990er-Jahren und entsprechen nicht mehr den aktuellen Wärmedämmstandards. Je nach Fenstermaterial und Größe liegen die Kosten zwischen 400 und 1.800 EUR pro Fenster inklusive Einbau.
Kosten pro Fenster nach Material
Die Materialwahl bestimmt maßgeblich den Preis beim Fenstertausch. Kunststofffenster sind die günstigste Variante und kosten inklusive Einbau zwischen 400 und 700 EUR pro Stück bei Standardgröße (ca. 100 x 120 cm). Sie bieten gute Wärmedämmung, sind pflegeleicht und haben eine Lebensdauer von rund 30 Jahren. Holzfenster liegen bei 600 bis 1.000 EUR pro Stück und überzeugen mit natürlicher Optik sowie hervorragender Wärmedämmung. Allerdings benötigen sie regelmäßige Pflege durch Streichen oder Lasieren alle 5 bis 8 Jahre. Die Premium-Variante sind Holz-Alu-Fenster für 800 bis 1.200 EUR pro Stück. Sie vereinen die Vorteile beider Materialien: Holz innen für ein angenehmes Raumklima und eine Aluminium-Außenschale, die komplett wartungsfrei ist. Bei Balkontür- oder Terrassentürelementen müssen Sie mit 700 bis 1.500 EUR rechnen, je nach Größe und Ausführung als Dreh-Kipp oder Hebeschiebetür. Dachfenster sind aufgrund der komplexeren Einbausituation mit 800 bis 1.800 EUR am teuersten. In diesen Preisen sind jeweils die Demontage des alten Fensters, die Entsorgung, der Einbau und das Abdichten enthalten. Bei größeren Fenstern oder Sondergrößen können die Kosten entsprechend höher ausfallen.
Kunststoff vs. Holz vs. Alu - Vor- und Nachteile
Jedes Fenstermaterial hat spezifische Stärken und Schwächen, die bei der Entscheidung berücksichtigt werden sollten. Kunststofffenster (PVC) sind der Klassiker in Österreich und machen rund 60 Prozent aller Neueinbauten aus. Ihr größter Vorteil ist das hervorragende Preis-Leistungs-Verhältnis. Sie sind witterungsbeständig, pflegeleicht und in vielen Farben erhältlich. Nachteil: Die Optik wirkt weniger hochwertig als bei Holz, und bei dunklen Farben kann sich der Rahmen bei Sonneneinstrahlung verziehen. Holzfenster schaffen ein natürliches Wohngefühl und regulieren die Raumfeuchtigkeit positiv. Sie sind ökologisch nachhaltig und vollständig recyclebar. Der Nachteil liegt im Pflegeaufwand: Alle 5 bis 8 Jahre müssen sie von außen gestrichen oder lasiert werden, was langfristig zusätzliche Kosten verursacht. Holz-Alu-Fenster gelten als die Königslösung. Innen Holz für Wohnqualität, außen Aluminium für Witterungsschutz. Die Aluminium-Außenschale ist in jeder RAL-Farbe erhältlich und praktisch wartungsfrei. Der einzige Nachteil sind die höheren Anschaffungskosten. Bezüglich Wärmedämmung erreichen alle drei Materialien mittlerweile ähnliche U-Werte von 0,7 bis 1,0 W/m2K bei Dreifachverglasung. Entscheidend ist weniger das Rahmenmaterial als die Verglasung und die fachgerechte Montage.
Förderungen für Fenstertausch in Österreich
In Österreich gibt es mehrere Förderprogramme, die den Fenstertausch finanziell unterstützen. Die wichtigste Bundesförderung ist der Sanierungsbonus, der für thermische Sanierungsmaßnahmen an Wohngebäuden beantragt werden kann. Beim Tausch von Fenstern und Außentüren werden bis zu 50 Prozent der förderfähigen Kosten übernommen, maximal jedoch ein festgelegter Höchstbetrag pro Wohneinheit. Voraussetzung ist, dass die neuen Fenster einen U-Wert von maximal 1,0 W/m2K erreichen, was mit moderner Dreifachverglasung Standard ist. Zusätzlich bieten alle Bundesländer eigene Förderungen an. In Wien gibt es die Wohnbauförderung für thermische Sanierung, in Niederösterreich das Wohnzuschuss-Programm, in Oberösterreich die Wohnhaussanierungsförderung. Die Fördersätze und Bedingungen variieren je nach Bundesland erheblich. Wichtig ist, dass Sie die Förderung VOR Beginn der Arbeiten beantragen. Bereits begonnene oder abgeschlossene Maßnahmen werden in der Regel nicht mehr gefördert. Lassen Sie sich vorab eine Energieberatung geben, die in vielen Bundesländern kostenlos angeboten wird. Der Energieberater kann berechnen, welche Fenster den besten Kosten-Nutzen-Effekt für Ihr Gebäude bieten und welche Förderungen Sie kombinieren können. Die Kombination aus Bundes- und Landesförderung kann bis zu 40 Prozent der Gesamtkosten abdecken.
Wann lohnt sich ein Fenstertausch - Energieersparnis berechnen
Ob sich ein Fenstertausch wirtschaftlich lohnt, hängt vom Alter und Zustand der bestehenden Fenster ab. Alte Fenster mit Einfachverglasung haben einen U-Wert von ca. 5,0 W/m2K, Fenster aus den 1990er-Jahren mit Zweifachverglasung liegen bei etwa 2,5 bis 3,0 W/m2K. Moderne Dreifachverglasung erreicht Werte von 0,5 bis 0,8 W/m2K. Als Faustregel gilt: Pro 0,1 W/m2K Verbesserung des U-Werts sparen Sie bei einem Standardfenster rund 10 bis 15 EUR Heizkosten pro Jahr. Bei einem typischen Einfamilienhaus mit 12 bis 15 Fenstern und einem Wechsel von alten Doppelglasfenstern auf moderne Dreifachverglasung ergibt sich eine jährliche Ersparnis von 300 bis 600 EUR bei den Heizkosten. Bei Gesamtkosten von 8.000 bis 12.000 EUR für den kompletten Fenstertausch und unter Berücksichtigung von Förderungen amortisiert sich die Investition in 10 bis 15 Jahren. Neben den reinen Heizkosten verbessern neue Fenster aber auch den Wohnkomfort deutlich: kein Zugluftgefühl mehr, besserer Schallschutz und weniger Kondenswasser an den Scheiben im Winter. Außerdem steigert ein Fenstertausch den Immobilienwert um geschätzt 3 bis 5 Prozent. Besonders lohnend ist der Tausch, wenn die Fenster bereits Schäden aufweisen wie undichte Dichtungen, beschlagene Scheiben zwischen den Glasschichten oder verzogene Rahmen.
Preise im Überblick
| Leistung | Preis von | Preis bis | Einheit |
|---|---|---|---|
| Kunststofffenster Standard (ca. 100x120 cm) | 400 € | 700 € | pro Stück inkl. Einbau |
| Holzfenster (ca. 100x120 cm) | 600 € | 1.000 € | pro Stück inkl. Einbau |
| Holz-Alu-Fenster (ca. 100x120 cm) | 800 € | 1.200 € | pro Stück inkl. Einbau |
| Balkontür / Terrassentür | 700 € | 1.500 € | pro Stück inkl. Einbau |
| Dachfenster (inkl. Eindeckrahmen) | 800 € | 1.800 € | pro Stück inkl. Einbau |
| Rollläden nachrüsten | 300 € | 600 € | pro Stück |
| Alte Fenster Demontage + Entsorgung | 50 € | 100 € | pro Stück |
| Fensterbank innen + außen | 40 € | 120 € | pro Stück |
Alle Preise sind Richtwerte für Österreich (Stand 2026). Die tatsächlichen Kosten können je nach Region, Umfang und Anbieter variieren.
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Genaues Angebot einholen – KostenlosWas beeinflusst den Preis?
- Fenstermaterial (Kunststoff, Holz oder Holz-Alu) und Profilsystem
- Fenstergröße und Sonderformen (Rundbogen, Dreieck, Festverglasung)
- Verglasungsart (Zweifach oder Dreifach) und U-Wert der Verglasung
- Anzahl der Fenster - Mengenrabatte ab 5 Stück möglich
- Einbausituation (Altbau-Sanierung aufwendiger als Neubau)
Tipps zum Sparen
- 1 Mehrere Fenster auf einmal tauschen ist pro Stück deutlich günstiger - bei 10 oder mehr Fenstern sind Rabatte von 10 bis 15 Prozent üblich.
- 2 Achten Sie auf den U-Wert des Gesamtfensters (Uw): Je niedriger, desto besser die Wärmedämmung. Für Förderungen wird meist Uw kleiner gleich 1,0 W/m2K verlangt.
- 3 Prüfen Sie Förderungen auf Bundes- und Landesebene VOR dem Auftrag - die Anträge müssen vor Arbeitsbeginn eingereicht werden.
- 4 Planen Sie den Einbau im Frühling oder Herbst - im Sommer sind die Betriebe oft ausgelastet, im Winter ist der Einbau wegen der Kälte problematisch.
Häufige Fragen
Ein erfahrener Fenstermonteur benötigt pro Standardfenster inklusive Demontage des alten Fensters, Einbau, Abdichtung und Reinigung etwa 2 bis 3 Stunden. Bei einem Einfamilienhaus mit 10 bis 12 Fenstern dauert der komplette Tausch in der Regel 2 bis 3 Arbeitstage. Dachfenster oder bodentiefe Elemente benötigen etwas mehr Zeit.
In den meisten Fällen ja. Der Aufpreis für Dreifachverglasung beträgt nur etwa 10 bis 15 Prozent gegenüber Zweifachverglasung, die Wärmedämmung ist aber um rund 30 Prozent besser. Außerdem ist Dreifachverglasung Voraussetzung für die meisten Förderungen in Österreich. Nur bei Fenstern an der Südseite mit viel Sonneneinstrahlung kann Zweifachverglasung wegen des höheren solaren Wärmeeintrags sinnvoll sein.
Beim reinen Tausch bestehender Fenster in gleicher Größe und Lage ist in der Regel keine Baugenehmigung nötig. Werden Fenster vergrößert, neue Öffnungen geschaffen oder die Fassadenoptik wesentlich verändert, ist je nach Bundesland eine Bauanzeige oder Baugenehmigung erforderlich. Bei denkmalgeschützten Gebäuden muss immer das Bundesdenkmalamt einbezogen werden.
Die Entsorgung der alten Fenster ist meistens im Angebot des Fensterbauers enthalten oder wird als eigener Posten mit 50 bis 100 EUR pro Fenster verrechnet. Alte Holzfenster werden thermisch verwertet, Kunststofffenster werden recycelt. Wenn Ihre alten Fenster noch in gutem Zustand sind, können Sie sie auch bei Baustoffbörsen oder auf Willhaben zum Verkauf anbieten.
Theoretisch ist der Selbsteinbau möglich, wird aber nicht empfohlen. Fehler bei der Montage führen zu Wärmebrücken, Zugluft und Feuchtigkeitsschäden, die langfristig teuer werden. Außerdem verlieren Sie bei Selbstmontage die Gewährleistung des Herstellers und die Ansprüche auf Förderungen entfallen, da diese eine fachgerechte Montage durch einen Gewerbebetrieb voraussetzen.
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