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Was kostet Tapezieren? Preise 2026 in Österreich

Tapezieren ist eine der beliebtesten Methoden, um Räumen ein neues Gesicht zu verleihen. Ob klassische Raufaser, elegante Vliestapete oder auffällige Mustertapete - die Kosten hängen vom gewählten Material, dem Untergrund und der Raumgröße ab. In Österreich liegen die Preise für professionelles Tapezieren zwischen 15 und 60 EUR pro Quadratmeter inklusive Material und Arbeitszeit. Besonders in Altbauwohnungen, die in Wien und Graz einen großen Teil des Wohnungsbestands ausmachen, ist die Untergrundvorbereitung oft aufwendiger als das eigentliche Tapezieren.

Kosten nach Tapetenart - Von Raufaser bis Mustertapete

Die Wahl der Tapete bestimmt maßgeblich den Gesamtpreis. Die günstigste Variante ist Raufasertapete, die inklusive Kleister und Arbeitszeit bei 15 bis 22 EUR pro Quadratmeter liegt. Raufaser ist unkompliziert zu verarbeiten und kann nach dem Tapezieren in jeder gewünschten Farbe überstrichen werden, was sie zu einer flexiblen Lösung macht. Vliestapeten sind die beliebteste Wahl in Österreich und kosten inklusive Arbeit 18 bis 35 EUR pro Quadratmeter. Ihr großer Vorteil: Der Kleister wird direkt auf die Wand aufgetragen, nicht auf die Tapete, was die Verarbeitung schneller und sauberer macht. Vliestapeten gibt es in unzähligen Designs, von schlichten Uni-Tönen bis hin zu aufwendigen Strukturen. Mustertapeten und Designtapeten von Markenherstellern sind die Premiumklasse und kosten 25 bis 60 EUR pro Quadratmeter inklusive Montage. Hier schlägt allein die Tapete selbst mit 15 bis 40 EUR pro Quadratmeter zu Buche. Bei der Verarbeitung von Mustertapeten ist besondere Sorgfalt beim Musterrapport erforderlich, was den Verschnitt erhöht und die Arbeitszeit verlängert. Fototapeten, die ganze Wände mit einem einzigen Bild bedecken, liegen bei 30 bis 50 EUR pro Quadratmeter und werden immer häufiger als Akzentwand eingesetzt. Für Feuchträume wie Badezimmer oder Küche gibt es spezielle wasserabweisende Vliestapeten, die mit 20 bis 40 EUR pro Quadratmeter etwas teurer sind, dafür aber Schimmelbildung vorbeugen.

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Alte Tapete entfernen und Untergrund vorbereiten

Bevor neue Tapete an die Wand kann, muss der Untergrund sorgfältig vorbereitet werden. Das Entfernen alter Tapeten kostet je nach Aufwand 5 bis 15 EUR pro Quadratmeter. Bei modernen Vliestapeten lässt sich die obere Schicht meist trocken abziehen, die Trägerschicht kann als Untergrund für die neue Tapete dienen. Bei alten Papiertapeten oder mehreren Schichten übereinander ist deutlich mehr Arbeit nötig. Die Tapete muss eingeweicht und mit einem Spachtel Stück für Stück entfernt werden. Bei besonders hartnäckigen Tapeten oder mehr als drei Schichten übereinander empfiehlt sich der Einsatz eines Dampftapetenlösers, den die meisten Malerbetriebe besitzen. Ist die alte Tapete entfernt, folgt die Untergrundprüfung. Kleine Risse und Unebenheiten werden verspachtelt, was mit 8 bis 20 EUR pro Quadratmeter zu Buche schlägt. In Altbauwohnungen, die in Österreich einen erheblichen Anteil des Bestands ausmachen, sind die Wände oft nicht gerade und weisen Strukturunterschiede auf. Hier ist eine flächige Spachtelung nötig, die den Preis erhöht. Bei feuchten oder schimmelbelasteten Wänden muss vor dem Tapezieren eine Ursachenforschung und gegebenenfalls eine Sanierung erfolgen, denn Tapete über Schimmel zu kleben ist nicht nur wirkungslos, sondern gesundheitsschädlich. Die Grundierung der Wand vor dem Tapezieren ist bei saugenden Untergründen wie Gipskarton oder frischem Putz unverzichtbar und kostet zusätzlich 2 bis 4 EUR pro Quadratmeter.

Was beeinflusst den Preis?

  • Tapetenart: Raufaser, Vliestapete, Mustertapete oder Fototapete
  • Untergrund: Ist Spachteln, Grundieren oder Tapete entfernen nötig?
  • Raumhöhe: Standardhöhe (2,50 m) vs. Altbau (2,80-3,20 m)
  • Raumgeometrie: Ecken, Vorsprünge, Dachschrägen erhöhen den Aufwand
  • Musterrapport: Große Muster verursachen mehr Verschnitt und Arbeitszeit

Altbauwohnungen tapezieren - Besonderheiten und Mehrkosten

Das Tapezieren von Altbauwohnungen in Österreich stellt Maler vor besondere Herausforderungen, die sich im Preis niederschlagen. Die charakteristischen Stuck-Decken und Zierleisten in Gründerzeitbauten erfordern exaktes Arbeiten an den Übergängen, was die Arbeitszeit pro Quadratmeter erhöht. Hohe Decken von 2,80 bis 3,20 Metern bedeuten längere Tapetenbahnen, mehr Verschnitt und den Einsatz von Gerüsten oder hohen Leitern. Kalkulieren Sie bei Altbauten mit einem Aufschlag von 20 bis 30 Prozent gegenüber Standardräumen. Ein wichtiges Thema für Mieter in Österreich sind die Rechte und Pflichten bei Auszug. Laut österreichischem Mietrechtsgesetz muss der Mieter die Wohnung nicht im ursprünglichen Zustand zurückgeben, wenn die Veränderungen als übliche Abnutzung gelten. Das bedeutet: Normales Tapezieren und Streichen ist erlaubt und muss bei Auszug nicht rückgängig gemacht werden. Allerdings darf der Vermieter eine Wiederherstellung verlangen, wenn extreme Farben oder Tapeten verwendet wurden, die den Wert der Wohnung mindern. Empfehlenswert ist, bei Einzug den Zustand der Wände mit Fotos zu dokumentieren und im Übergabeprotokoll festzuhalten. Ein weiterer Kostenfaktor sind die Fensterbereiche. In Altbauten sind die Fensterleibungen oft tief und unregelmäßig geformt, was das Tapezieren in diesen Bereichen besonders aufwendig macht. Viele Malerbetriebe kalkulieren Fensterleibungen und Türumrahmungen als Sonderposten mit 15 bis 25 EUR pro Laufmeter.

Tipps zum Sparen

  1. 1 Bestellen Sie 10 bis 15 Prozent mehr Tapete als die reine Wandfläche, um Verschnitt und Musterversatz auszugleichen.
  2. 2 Vliestapete ist für Selbermacher die einfachste Variante, da der Kleister auf die Wand statt auf die Tapete kommt.
  3. 3 Lassen Sie den Untergrund vom Maler prüfen, bevor Sie teure Tapete kaufen - feuchte oder unebene Wände müssen erst saniert werden.
  4. 4 Dokumentieren Sie bei Mietwohnungen den Zustand der Wände bei Einzug und klären Sie mit dem Vermieter, welche Veränderungen erlaubt sind.

Selbst tapezieren vs. Maler beauftragen

Tapezieren gehört zu den Renovierungsarbeiten, die ambitionierte Heimwerker durchaus selbst erledigen können. Die Materialkosten für eine Vliestapete liegen bei 5 bis 15 EUR pro Quadratmeter, dazu kommen Kleister, Cuttermesser, Andruckwalze und eventuell ein Tapeziergerät. Insgesamt sparen Sie etwa 50 bis 60 Prozent der Gesamtkosten, wenn Sie selbst tapezieren. Allerdings sollten Sie ehrlich einschätzen, ob Ihre Fähigkeiten für ein sauberes Ergebnis ausreichen. Fehler beim Tapezieren fallen sofort ins Auge: schiefe Bahnen, Luftblasen, offene Nähte oder ein nicht passender Musterrapport sind nicht nur optisch störend, sondern im Nachhinein nur schwer zu korrigieren. Besonders bei teuren Mustertapeten, Fototapeten oder in Räumen mit vielen Ecken, Vorsprüngen und Dachschrägen empfiehlt sich ein professioneller Maler. Ein erfahrener Malerbetrieb arbeitet nicht nur schneller und sauberer, sondern haftet auch für seine Arbeit. In der Regel gibt ein Malerbetrieb eine Gewährleistung von 2 Jahren auf seine Arbeiten. Bei Selbstarbeit übernehmen Sie das volle Risiko für Mängel. Ein guter Kompromiss ist die Kombination: Einfache Räume wie Schlafzimmer oder Kinderzimmer selbst tapezieren und repräsentative Räume wie Wohnzimmer und Flur dem Profi überlassen. So sparen Sie Geld, ohne Abstriche beim Gesamteindruck machen zu müssen. Holen Sie in jedem Fall mindestens zwei bis drei Angebote ein, da die Preisunterschiede zwischen Malerbetrieben in Österreich erheblich sein können.

Häufige Fragen

Messen Sie den Umfang des Raumes (alle Wandlängen addieren) und multiplizieren Sie ihn mit der Raumhöhe plus 10 Zentimeter Verschnitt oben und unten. Ziehen Sie Fenster und Türen ab. Eine Standardrolle hat 10,05 Meter Länge und 0,53 Meter Breite, also etwa 5,3 Quadratmeter. Für einen 20-Quadratmeter-Raum mit 2,50 Meter Deckenhöhe benötigen Sie etwa 8 bis 10 Rollen. Bei Mustertapeten rechnen Sie 15 Prozent mehr.

In manchen Fällen ist das möglich, aber nicht empfehlenswert. Wenn die alte Tapete noch fest sitzt, keine Blasen oder losen Stellen aufweist und es sich um maximal eine Lage handelt, kann man theoretisch darüber tapezieren. In der Praxis führt das jedoch oft zu Problemen: Die alte Tapete kann sich durch die Feuchtigkeit des neuen Kleisters lösen, alte Muster scheinen durch und der Untergrund wird uneben. Professionelle Maler empfehlen immer das vollständige Entfernen der alten Tapete.

Eine fachgerecht tapezierte Wand mit hochwertiger Vliestapete hält problemlos 10 bis 15 Jahre. Raufasertapete kann sogar mehrfach überstrichen werden und hält so noch länger. Die Haltbarkeit hängt von der Beanspruchung des Raumes ab. In Kinderzimmern und Fluren ist die Abnutzung höher als im Schlafzimmer. Achten Sie auf strapazierfähige Tapeten mit guter Abriebfestigkeit für stark frequentierte Bereiche.

Vliestapete besteht aus einem Vlies-Trägermaterial und wird mit Wandkleister verarbeitet, der direkt auf die Wand aufgetragen wird. Das macht die Verarbeitung einfacher und schneller. Papiertapete muss erst eingekleistert und dann eine Weichzeit abgewartet werden, bevor sie an die Wand kommt. Vliestapete ist dimensionsstabiler, lässt sich leichter wieder abziehen und eignet sich besser für unebene Untergründe. Der Preis für Vliestapete ist etwas höher, aber die Vorteile überwiegen in den meisten Fällen.

Nach österreichischem Mietrecht gilt Tapezieren als normale Abnutzung, wenn dezente Tapeten und Farben verwendet wurden. Sie müssen die Wohnung nicht im Originalzustand zurückgeben. Bei extremen Farben oder unüblichen Tapeten kann der Vermieter allerdings eine Wiederherstellung verlangen. Auf FixBuddy finden Sie schnell einen Maler, der den Auszugsanstrich für Sie übernimmt, falls nötig. Dokumentieren Sie den Zustand bei Einzug immer mit Fotos.

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