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Was kostet Gartengestaltung? Preise 2026 in Österreich

Ein professionell gestalteter Garten steigert nicht nur die Lebensqualität, sondern auch den Wert Ihrer Immobilie um bis zu 15 Prozent. In Österreich reichen die Kosten für eine Gartengestaltung von einigen hundert Euro für eine einfache Bepflanzung bis zu 50.000 EUR und mehr für eine komplette Neuanlage mit Terrasse, Bewässerung und Beleuchtung. Entscheidend sind die Grundstücksgröße, die gewünschten Elemente und die regionalen Gegebenheiten wie Klima, Bodenqualität und Hangneigung.

Gartenplanung und Erdarbeiten - Die Grundlage

Jede professionelle Gartengestaltung beginnt mit einer fundierten Planung. Ein Gartenarchitekt oder erfahrener Landschaftsgärtner erstellt einen maßstabsgetreuen Gartenplan mit Bepflanzungskonzept, Wegeführung und technischen Details. Die Kosten für eine professionelle Gartenplanung liegen zwischen 500 und 2.000 EUR, abhängig von der Grundstücksgröße und der Komplexität des Entwurfs. Für einen durchschnittlichen Hausgarten von 300 bis 500 Quadratmetern können Sie mit 800 bis 1.200 EUR rechnen. Viele Gartenbaubetriebe verrechnen die Planungskosten nicht separat, wenn sie auch die Ausführung übernehmen. Die anschließenden Erdarbeiten sind oft der teuerste Posten der gesamten Gestaltung. Aushub, Geländemodellierung und der Abtransport von überschüssigem Erdmaterial kosten 30 bis 60 EUR pro Kubikmeter. Bei einem neuen Hausgarten, der nach dem Hausbau noch komplett aufgeschüttet und modelliert werden muss, kommen schnell 50 bis 100 Kubikmeter zusammen. In hügeligen Regionen Österreichs wie dem Mühlviertel, der Steiermark oder Vorarlberg fallen zusätzliche Kosten für Hangsicherung durch Stützmauern oder Böschungsbefestigung an. Natursteinmauern kosten 150 bis 300 EUR pro Laufmeter, Gabionen (Steinkörbe) 80 bis 150 EUR pro Laufmeter. Betonpflanzsteine als günstige Alternative liegen bei 30 bis 60 EUR pro Laufmeter. Die Bodenverbesserung durch Zuführen von Mutterboden oder Kompost kostet 30 bis 50 EUR pro Kubikmeter geliefert und verteilt.

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Bepflanzung - Rasen, Hecken, Bäume und Beete

Die Bepflanzung gibt dem Garten seinen Charakter und sollte auf das österreichische Klima und die jeweilige Klimazone abgestimmt sein. Österreich erstreckt sich über die Klimazonen 6a bis 8b (USDA), wobei die Alpenregionen deutlich kälter sind als das Wiener Becken oder das Burgenland. Heimische Pflanzen wie Hainbuche, Liguster, Eibe oder Feldahorn sind nicht nur winterhart, sondern auch ökologisch wertvoll, da sie Nahrung für heimische Insekten und Vögel bieten. Eine Rasenfläche anlegen kostet als Rollrasen 12 bis 20 EUR pro Quadratmeter (Material und Verlegung), als Saatgutaussaat nur 3 bis 6 EUR pro Quadratmeter. Rollrasen hat den Vorteil, dass er sofort nutzbar ist und weniger Unkrautprobleme macht. Heckenpflanzungen kosten je nach Pflanzenart 20 bis 80 EUR pro Laufmeter. Thuja und Kirschlorbeer sind günstig, werden aber von Gartenexperten zunehmend kritisiert, da sie ökologisch wenig wertvoll sind. Besser geeignet sind heimische Heckenpflanzen wie Hainbuche (20-30 EUR/lfm), Rotbuche (25-40 EUR/lfm) oder Feldahorn (15-25 EUR/lfm). Staudenbeete kosten je nach Bepflanzungsdichte 25 bis 50 EUR pro Quadratmeter inklusive Pflanzen, Erde und Pflanzarbeit. Für Bäume müssen Sie je nach Größe und Art mit 100 bis 800 EUR pro Stück rechnen, wobei ein großer, sofort wirkungsvoller Solitärbaum auch 1.000 EUR und mehr kosten kann. Die Bepflanzung insgesamt liegt bei den meisten Gartenprojekten zwischen 20 und 50 EUR pro Quadratmeter Gartenfläche.

Was beeinflusst den Preis?

  • Grundstücksgröße und Geländeform (eben vs. Hanglage)
  • Bodenqualität und nötige Erdarbeiten (Abtrag, Auffüllung, Drainage)
  • Pflanzenwahl: Heimische Pflanzen günstiger als exotische Raritäten
  • Materialwahl bei Wegen, Terrasse und Zaun (Holz, Stein, Metall)
  • Technische Ausstattung: Bewässerung, Beleuchtung, Steckdosen im Garten

Zaun, Gartenweg und Terrasse - Harte Elemente

Die sogenannten Hardscape-Elemente wie Zaun, Wege und Terrasse machen oft den Löwenanteil der Gartenkosten aus. Ein Holzzaun aus Lärche oder Douglasie kostet inklusive Fundament und Montage 60 bis 150 EUR pro Laufmeter, abhängig von der Höhe und dem Stil. Lattenzäune sind günstiger als Sichtschutzzäune mit geschlossener Fläche. Metallzäune aus Doppelstabmatten kosten 100 bis 200 EUR pro Laufmeter, während geschmiedete Metallzäune oder Alu-Lamellenzäune die Premiumklasse mit 150 bis 250 EUR pro Laufmeter darstellen. Wichtig in Österreich: Die Ortsbildgestaltungsvorschriften der Gemeinde legen oft fest, welche Zaunhöhen und -materialien erlaubt sind. In vielen Gemeinden in Vorarlberg oder Tirol sind beispielsweise Thujahecken oder Betonmauern als Grundstückseinfriedung nicht erwünscht. Informieren Sie sich vor dem Bau beim zuständigen Gemeindeamt. Gartenwege aus Naturstein, Klinker oder Betonplatten kosten zwischen 40 und 100 EUR pro Quadratmeter inklusive Unterbau und Verlegung. Ein Kiesweg ist mit 20 bis 40 EUR pro Quadratmeter die günstigste Variante, erfordert aber regelmäßige Pflege. Für eine Terrasse aus Holz (Lärche, Thermoesche oder WPC) müssen Sie mit 80 bis 200 EUR pro Quadratmeter rechnen, Natursteinterrassen aus Granit oder Travertin kosten 100 bis 250 EUR pro Quadratmeter. Ein durchschnittliches Terrassenprojekt von 20 Quadratmetern liegt somit bei 2.000 bis 5.000 EUR.

Tipps zum Sparen

  1. 1 Planen Sie den Garten in Etappen: Zuerst Erdarbeiten und Hardscape (Wege, Terrasse, Zaun), dann Bepflanzung - das verteilt die Kosten über mehrere Jahre.
  2. 2 Setzen Sie auf heimische Pflanzen, die an das österreichische Klima angepasst sind und weniger Pflege und Bewässerung brauchen.
  3. 3 Holen Sie sich vor dem Zaunbau Auskunft beim Gemeindeamt über die Ortsbildgestaltungsvorschriften und maximal zulässige Zaunhöhen.
  4. 4 Ein Bewässerungssystem spart langfristig Wasser und Zeit - die Investition amortisiert sich nach 3 bis 5 Jahren durch geringere Wasserkosten.

Bewässerungssystem und Gartenbeleuchtung

Ein automatisches Bewässerungssystem ist in Zeiten zunehmender Hitzeperioden auch in Österreich eine sinnvolle Investition. Die Sommer werden trockener, und regelmäßiges Gießen von Hand ist zeitaufwendig und oft nicht effizient genug. Ein einfaches Tropfbewässerungssystem für Beete und Hecken kostet 500 bis 1.500 EUR inklusive Installation. Ein vollautomatisches Rasensprenger-System mit Versenkregnern, Steuergerät und Regensensor liegt bei 1.500 bis 4.000 EUR für einen durchschnittlichen Garten von 300 bis 500 Quadratmetern. Die Kosten setzen sich zusammen aus Rohrleitung und Fittings (500-1.000 EUR), Regnern oder Tropfern (300-800 EUR), dem Steuergerät mit Sensoren (200-600 EUR) und der Arbeitszeit für Grabung und Installation (500-1.500 EUR). Smart-Bewässerungssysteme, die sich per App steuern lassen und Wetterdaten berücksichtigen, kosten einen Aufschlag von 200 bis 500 EUR, sparen aber langfristig Wasser und damit Kosten. Ergänzend dazu bringt eine professionelle Gartenbeleuchtung den Garten auch abends zur Geltung und erhöht die Sicherheit. LED-Spots für Wege und Einfahrt kosten 50 bis 150 EUR pro Stück inklusive Erdkabel und Installation. Eine komplette Gartenbeleuchtung mit Akzentlicht für Bäume, Wegebeleuchtung und Terrassenbeleuchtung liegt bei 1.500 bis 5.000 EUR. Solar-Leuchten sind günstiger in der Anschaffung, bieten aber weniger Lichtleistung und sind nicht so zuverlässig wie kabelgebundene Systeme. Die Elektroinstallation im Garten sollte immer von einem konzessionierten Elektriker durchgeführt werden, da im Außenbereich besondere Schutzanforderungen gelten.

Häufige Fragen

Für einen durchschnittlichen Hausgarten von 400 Quadratmetern mit Rasen, Bepflanzung, Gartenweg, Terrasse und Zaun müssen Sie mit Gesamtkosten von 15.000 bis 40.000 EUR rechnen. Ein einfacher Garten mit Rollrasen und Standardzaun ist ab 8.000 bis 12.000 EUR machbar. Eine Luxusvariante mit Pool, automatischer Bewässerung, professioneller Beleuchtung und edlen Materialien kann 50.000 EUR und mehr kosten.

Die Hauptsaison für Gartengestaltung in Österreich liegt zwischen März und November. Erdarbeiten und Hardscape-Elemente wie Wege, Terrasse und Zaun können ganzjährig bei frostfreiem Boden durchgeführt werden. Die beste Pflanzzeit für Gehölze und Hecken ist der Herbst (Oktober/November) oder das Frühjahr (März/April). Rollrasen kann von März bis Oktober verlegt werden, ideal bei Temperaturen zwischen 10 und 25 Grad.

In den meisten österreichischen Gemeinden sind Zäune bis zu einer Höhe von 1,50 Metern genehmigungsfrei. Höhere Einfriedungen oder Sichtschutzelemente können genehmigungspflichtig sein. Die genauen Regelungen variieren je nach Bundesland und Gemeinde erheblich. In manchen Orten gibt es strenge Ortsbildgestaltungsvorschriften, die Material, Farbe und Höhe festlegen. Erkundigen Sie sich immer vor Baubeginn beim zuständigen Gemeindeamt.

Bei Gärten ab 200 Quadratmetern oder komplexen Geländesituationen (Hanglage, verwinkelte Grundstücke) lohnt sich die Investition in einen Gartenarchitekten fast immer. Die Planungskosten von 500 bis 2.000 EUR werden durch eine durchdachte Gestaltung wieder hereingeholt, da Fehler vermieden werden, die nachträglich teuer zu korrigieren sind. Ein guter Gartenplaner spart Ihnen oft mehr als sein Honorar, indem er die Bepflanzung und Materialwahl optimiert.

Für den österreichischen Garten eignen sich besonders heimische Gehölze wie Hainbuche, Feldahorn, Kornelkirsche und Wildrosen. Als Bodendecker sind Storchschnabel, Frauenmantel und Walderdbeere bewährt. Für schattige Bereiche bieten sich Funkien, Farne und Elfenblumen an. In sonnigen Lagen gedeihen Lavendel, Salbei und Sonnenhut prächtig. Achten Sie auf die richtige Klimazone: Im Wiener Becken wachsen andere Pflanzen als in Innsbruck auf 600 Metern Seehöhe.

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