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Was kostet eine Markise? Preise 2026 in Österreich

Eine Markise verwandelt Ihre Terrasse oder Ihren Balkon in einen komfortablen Schattenplatz und schützt gleichzeitig vor leichtem Regen und UV-Strahlung. In Österreich liegen die Kosten für eine professionell montierte Markise zwischen 800 und 8.000 EUR, abhängig von Typ, Größe und Ausstattung. Neben der klassischen Gelenkarmmarkise gibt es auch Kassettenmarkisen, Pergolamarkisen und spezielle Senkrechtmarkisen für den Windschutz. In diesem Ratgeber erfahren Sie, welcher Markisentyp für Ihre Situation der richtige ist und mit welchen Kosten Sie rechnen müssen.

Markisentypen im Vergleich - von Gelenkarm bis Pergola

Die verschiedenen Markisentypen unterscheiden sich in Funktionalität, Optik und Preis erheblich, und die Wahl hängt von Ihren individuellen Anforderungen ab. Die Gelenkarmmarkise ist der Klassiker unter den Terrassenmarkisen und kostet zwischen 800 und 2.500 EUR inklusive Montage. Sie wird an der Hauswand oder unter dem Dachüberstand befestigt und fährt über zwei Gelenkarme aus, die das Tuch über der Terrasse spannen. Gelenkarmmarkisen bieten Ausladungen von 1,5 bis 4 Metern und Breiten von 2 bis 6 Metern. Der Nachteil: Im eingefahrenen Zustand ist das Tuch der Witterung ausgesetzt, was die Lebensdauer verkürzt. Die Kassettenmarkise löst dieses Problem, indem sie das Tuch und die Technik im eingefahrenen Zustand vollständig in einer geschlossenen Kassette aus Aluminium schützt. Kassettenmarkisen kosten zwischen 1.500 und 4.000 EUR und halten durch den besseren Schutz deutlich länger als offene Gelenkarmmarkisen. Die Halbkassettenmarkise ist ein Kompromiss: Sie schützt das Tuch, lässt aber die Gelenkarme teilweise frei und liegt preislich zwischen 1.200 und 3.000 EUR. Die Pergolamarkise, auch Pergola-Awning genannt, ist die Premium-Variante und kostet zwischen 3.000 und 8.000 EUR. Sie kombiniert ein festes Gestell mit einem ausfahrbaren Tuch und bietet besonders große Flächen von bis zu 36 Quadratmetern Schattenbereich. Pergolamarkisen sind extrem windstabil und halten Windgeschwindigkeiten von bis zu 80 km/h stand, was sie für die windigen Regionen Österreichs besonders geeignet macht. Eine Senkrechtmarkise oder Vertikalmarkise wird senkrecht an der Fassade montiert und dient als Blend- und Windschutz. Sie kostet zwischen 400 und 1.500 EUR pro Stück und wird häufig als Ergänzung zur Terrassenmarkise eingesetzt.

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Elektrischer Antrieb und Smart-Home-Integration

Eine manuell betriebene Markise mit Handkurbel ist die günstigste Variante, wird aber bei größeren Markisen schnell anstrengend und unbequem. Ein elektrischer Antrieb per Rohrmotor kostet als Ausstattung bei der Neuanschaffung nur 200 bis 400 EUR Aufpreis und lohnt sich bei jeder Markise ab 3 Metern Breite. Per Funkfernbedienung oder Wandschalter fährt die Markise auf Knopfdruck aus und ein, ohne dass Sie aufstehen müssen. Besonders komfortabel wird es mit automatischen Sensoren: Ein Sonnensensor erkennt intensive Sonneneinstrahlung und fährt die Markise automatisch aus, ein Windsensor registriert gefährliche Windstärken und fährt sie ein, bevor Schäden entstehen. Ein kombinierter Wind- und Sonnensensor kostet zwischen 150 und 400 EUR und verlängert die Lebensdauer der Markise erheblich, da viele Schäden durch vergessenes Einfahren bei Sturm entstehen. Das Nachrüsten eines elektrischen Antriebs bei einer bestehenden manuellen Markise ist möglich und kostet inklusive Montage zwischen 300 und 600 EUR. Dafür wird der Handkurbelantrieb gegen einen Rohrmotor getauscht und ein Stromanschluss an der Markise benötigt. Wenn kein Stromanschluss vorhanden ist, gibt es auch Solar-Motoren mit integriertem Akku und Solarpanel für 500 bis 800 EUR, die völlig kabellos funktionieren. Moderne Markisenmotoren lassen sich in Smart-Home-Systeme wie Loxone, KNX oder einfache WLAN-Lösungen wie Homematic einbinden. So können Sie die Markise über Ihr Smartphone steuern, Zeitprogramme erstellen oder die Markise in Szenarien wie einen automatischen Sonnenschutz bei Abwesenheit einbinden. Die Kosten für eine Smart-Home-Integration liegen bei 100 bis 300 EUR zusätzlich.

Was beeinflusst den Preis?

  • Markisentyp: Offene Gelenkarmmarkise ist günstiger, Kassettenmarkise schützt das Tuch besser
  • Größe: Jeder Meter zusätzliche Breite oder Ausladung erhöht den Preis spürbar
  • Antrieb: Manueller Kurbelbetrieb ist günstig, elektrisch mit Sensoren komfortabler aber teurer
  • Montageart: Wandmontage auf Massivmauerwerk ist einfach, WDVS-Fassaden erfordern Spezialmontage
  • Tuchqualität: Markenstoff mit hohem UV-Schutz hält länger, kostet aber mehr als Standardware

Montage und Befestigung - Wand, Decke oder Sparren

Die Art der Montage ist entscheidend für die Sicherheit und Stabilität der Markise und hängt von der Bausubstanz und der gewünschten Montagestelle ab. Die Wandmontage ist die häufigste Variante: Die Markise wird mit schweren Edelstahl-Konsolen direkt an der Hausfassade befestigt. Dies funktioniert hervorragend bei massivem Mauerwerk aus Ziegel, Beton oder Naturstein. Die Montagekosten liegen bei 200 bis 400 EUR für eine Standardmarkise. Bei Fassaden aus Wärmedämmverbundsystem, wie sie bei vielen sanierten Altbauten und Neubauten in Österreich üblich sind, ist besondere Vorsicht geboten: Die Dämmung kann die Befestigungspunkte nicht tragen, weshalb spezielle Durchsteckmontagen mit Langschaftdübeln erforderlich sind, die durch die Dämmung hindurch im tragenden Mauerwerk verankert werden. Diese Montage ist aufwendiger und kostet 300 bis 600 EUR. Die Deckenmontage kommt zum Einsatz, wenn eine Wandmontage nicht möglich oder nicht gewünscht ist, beispielsweise unter einem Dachüberstand oder einer Betondecke. Die Sparrenmontage direkt an den Dachsparren ist eine weitere Option bei offenen Dachkonstruktionen und erfordert spezielle Sparrenhalter für 50 bis 100 EUR pro Stück. Bei einer Montage am Balkon einer Eigentumswohnung ist in Österreich die Zustimmung der Eigentümergemeinschaft erforderlich. Dies ist ein häufiger Stolperstein, der die Planung verzögern kann. Manche Hausverwaltungen verlangen einheitliche Markisentypen und Farben im gesamten Gebäude, um das Erscheinungsbild zu wahren. Klären Sie diese Frage unbedingt vor dem Kauf, um Ärger und Kosten für einen eventuellen Rückbau zu vermeiden. Die Montagekosten insgesamt variieren zwischen 200 und 600 EUR, abhängig von der Komplexität der Anbringung und der Anzahl der Befestigungspunkte.

Tipps zum Sparen

  1. 1 Investieren Sie in einen Windsensor, auch wenn Sie die Markise hauptsächlich manuell steuern - er schützt die Markise bei plötzlichen Böen vor Sturmschäden und spart Ihnen teure Reparaturen.
  2. 2 Wählen Sie eine Kassettenmarkise, wenn Ihre Terrasse stark der Witterung ausgesetzt ist - das geschützte Tuch hält deutlich länger als bei offenen Modellen.
  3. 3 Messen Sie vor dem Kauf nicht nur die gewünschte Breite, sondern auch die mögliche Ausladung: Die Markise sollte die Terrasse bei tiefem Sonnenstand am Nachmittag noch ausreichend beschatten.
  4. 4 Klären Sie bei Eigentumswohnungen vor dem Kauf die Zustimmung der Eigentümergemeinschaft, um nachträgliche Rückbauforderungen zu vermeiden.

Tuchauswahl, Pflege und Lebensdauer der Markise

Das Markisentuch ist das Herzstück jeder Markise und bestimmt maßgeblich die Optik, den UV-Schutz und die Lebensdauer. Hochwertige Markisenstoffe bestehen aus spinndüsengefärbtem Acryl oder PVC-beschichtetem Polyester. Spinndüsengefärbtes Acrylgewebe, wie es von Markenherstellern wie Dickson oder Sattler aus Österreich angeboten wird, behält seine Farbe über viele Jahre und bietet einen hervorragenden UV-Schutz von UPF 50 und mehr. Ein Markisentuch in Standardfarben kostet als Ersatztuch 200 bis 600 EUR, Sonderfarben oder bedruckte Tücher liegen bei 400 bis 1.000 EUR. PVC-beschichtetes Polyester ist etwas günstiger, neigt aber nach einigen Jahren zum Verspröden, besonders bei der starken UV-Belastung in den höheren Lagen Österreichs. Die richtige Pflege verlängert die Lebensdauer des Markisentuchs erheblich: Fahren Sie die Markise niemals nass ein, da dies Stockflecken und Schimmelbildung verursacht. Wenn die Markise nach einem Regenschauer nass ist, lassen Sie sie geöffnet, bis das Tuch vollständig getrocknet ist. Verschmutzungen entfernen Sie am besten mit einer weichen Bürste und lauwarmem Wasser mit mildem Reinigungsmittel. Hochdruckreiniger sind tabu, da sie die Imprägnierung des Tuchs zerstören. Die Imprägnierung sollte alle 2 bis 3 Jahre mit einem speziellen Imprägnierspray aufgefrischt werden, das kosten nur 20 bis 40 EUR für eine ausreichende Menge. Bei guter Pflege hält ein Markisentuch 10 bis 15 Jahre, die Mechanik und das Gestell sogar 20 bis 25 Jahre. Die Gelenkarme sollten einmal jährlich an den Drehpunkten mit Silikonspray geschmiert werden. Ein regelmäßiger Wartungscheck durch einen Fachbetrieb kostet 50 bis 100 EUR und ist alle 3 bis 5 Jahre empfehlenswert, um die Funktion der Federn, Gelenke und des Motors zu überprüfen.

Häufige Fragen

Für windige Standorte, wie sie in vielen Alpenregionen Österreichs vorkommen, empfiehlt sich eine Pergolamarkise, die Windgeschwindigkeiten bis 80 km/h standhält. Alternativ bieten Kassettenmarkisen mit einem guten Windsensor Schutz, da sie bei starkem Wind automatisch einfahren. Offene Gelenkarmmarkisen sind für windige Lagen weniger geeignet.

Bei guter Pflege hält das Markisentuch 10 bis 15 Jahre, die Mechanik und das Gestell sogar 20 bis 25 Jahre. Entscheidend ist, dass die Markise niemals nass eingefahren wird und bei Sturm geschützt ist. Ein Windsensor und regelmäßige Wartung verlängern die Lebensdauer erheblich.

Ja, bei den meisten Markisen ist das Nachrüsten eines Rohrmotors möglich. Die Kosten liegen inklusive Montage bei 300 bis 600 EUR. Es wird ein Stromanschluss an der Markise benötigt. Gibt es keinen Stromanschluss, sind auch Solar-Motoren mit Akku und Solarpanel für 500 bis 800 EUR eine kabellose Alternative.

Bei Einfamilienhäusern ist eine Markise in der Regel genehmigungsfrei, da sie als untergeordneter Bauteil gilt. Bei Eigentumswohnungen und Mehrfamilienhäusern brauchen Sie jedoch die Zustimmung der Eigentümergemeinschaft, da die Markise das äußere Erscheinungsbild des Gebäudes verändert. Manche Hausverwaltungen schreiben einheitliche Farben und Typen vor.

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