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Was kostet eine Wohnungsauflösung? Preise 2026 in Österreich

Preise aktualisiert: Juni 2026

Eine Wohnungsauflösung steht an, wenn ein Haushalt vollständig geräumt werden muss - etwa nach einem Umzug ins Pflegeheim, bei einer Trennung, einem Todesfall oder einer Übersiedlung ins Ausland. Anders als bei einer reinen Entrümpelung geht es hier um die komplette Auflösung samt besenreiner Übergabe an Vermieter oder Käufer. Die Kosten in Österreich liegen je nach Wohnungsgröße und Füllgrad zwischen 500 und 8.000 EUR. Brauchbare Möbel und Wertgegenstände werden oft angerechnet und senken den Preis spürbar.

Kurzantwort

1-Zimmer-Wohnung auflösen: 500–1.500 € pauschal · 2-3-Zimmer-Wohnung auflösen: 1.000–3.000 € pauschal

Leistung Preis (Richtwert) Einheit
1-Zimmer-Wohnung auflösen 500–1.500 € pauschal
2-3-Zimmer-Wohnung auflösen 1.000–3.000 € pauschal
Haus komplett auflösen 2.500–8.000 € pauschal
Besenreine Übergabe 0–0 € meist inkl.
Professionelle Endreinigung 200–500 € extra
Entsorgung pro m3 50–120 € pro m3
Wertanrechnung -10–-30 € Prozent Rabatt

Wohnungsauflösung – Richtpreis nach Größe (inkl. Abtransport & Entsorgung)

Objekt Geschätzte Kosten
Garconniere / 1 Zimmer 500–1.500 €
2-Zimmer-Wohnung 1.000–2.200 €
3-Zimmer-Wohnung 1.500–3.000 €
Haus komplett (mit Keller/Dachboden) 2.500–8.000 €
Endreinigung zusätzlich 200–500 €

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Kosten einer Wohnungsauflösung nach Größe

Der Preis einer Wohnungsauflösung richtet sich vor allem nach der Wohnungsgröße und der Menge des Hausrats. Eine kleine 1-Zimmer-Wohnung oder Garconniere kostet komplett aufgelöst zwischen 500 und 1.500 EUR inklusive Abtransport und Entsorgung. Eine 2- bis 3-Zimmer-Wohnung liegt bei 1.000 bis 3.000 EUR, ein ganzes Haus mit Keller und Dachboden bei 2.500 bis 8.000 EUR. Die große Spanne erklärt sich durch den Füllgrad: Eine sparsam eingerichtete Wohnung verursacht weniger Arbeit als ein über Jahrzehnte vollgestellter Haushalt. Die meisten Firmen rechnen entweder pauschal nach einer Vor-Ort-Besichtigung oder nach Kubikmeter entsorgtem Material (50 bis 120 EUR pro Kubikmeter). Bestehen Sie immer auf einem schriftlichen Festpreis, damit es am Räumungstag keine Nachforderungen gibt. Seriöse Anbieter schlüsseln Arbeitszeit, Transport, Container und Entsorgungsgebühren getrennt auf.

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Besenreine Übergabe: Was im Preis enthalten sein sollte

Bei einer Wohnungsauflösung ist die besenreine Übergabe an den Vermieter fast immer das Ziel - sonst drohen Abzüge von der Kaution. Besenrein bedeutet: Nach dem Abtransport aller Gegenstände werden die Böden gefegt, grober Schmutz und offensichtliche Rückstände entfernt. Diese Grundräumung ist bei seriösen Anbietern meist im Pauschalpreis enthalten. Eine darüber hinausgehende Endreinigung - also Fenster putzen, Böden wischen, Sanitäranlagen und Küche gründlich reinigen, Kalk und Fettrückstände entfernen - kostet zusätzlich 200 bis 500 EUR und sollte separat im Angebot stehen. Klären Sie vorab, welcher Reinigungsgrad im Mietvertrag verlangt wird. Viele Altmietverträge fordern lediglich besenrein, während neuere Verträge oft eine professionelle Endreinigung vorschreiben. Auch das Ausbauen fix montierter Einbauten wie Küchen, Einbauschränke oder Lampen ist nicht automatisch enthalten und sollte extra vereinbart werden.

Was beeinflusst den Preis?

  • Wohnungsgröße und Füllgrad: Ein vollgestellter Haushalt kostet deutlich mehr als eine sparsam eingerichtete Wohnung
  • Stockwerk und Zugang: Ohne Aufzug steigen die Kosten pro Stockwerk um 10 bis 20 Prozent
  • Reinigungsgrad: Besenrein ist meist inklusive, eine professionelle Endreinigung kostet extra
  • Wertanrechnung: Brauchbare Möbel und Wertgegenstände senken die Kosten um 10 bis 30 Prozent
  • Sondermüll und Sperrgut: Alte Farben, Chemikalien, Klaviere oder Tresore verteuern den Abtransport

Wertanrechnung: So senken Sie die Kosten einer Auflösung

Viele Auflösungsfirmen bieten eine Wertanrechnung an, bei der brauchbare Möbel, funktionierende Elektrogeräte, Antiquitäten und Sammlerstücke vom Räumungspreis abgezogen werden. Diese Anrechnung senkt die Gesamtkosten typischerweise um 10 bis 30 Prozent, bei besonders wertvollem Inventar auch mehr. Die Bewertung erfolgt bei der Vor-Ort-Besichtigung. Bedenken Sie, dass die Firma konservativ bewertet, da sie die Stücke erst weiterverkaufen muss. Vermuten Sie echte Wertgegenstände - alte Münzen, Schmuck, Kunst, Designmöbel - lassen Sie diese vorab unabhängig schätzen, etwa bei einem Antiquitätenhändler oder im Dorotheum. Alternativ verkaufen Sie wertvolle Einzelstücke selbst über Willhaben oder einen Flohmarkt, was meist höhere Erlöse bringt, aber Zeit kostet. Gut erhaltene, aber nicht verkäufliche Möbel nehmen soziale Einrichtungen wie Caritas, Volkshilfe oder Sozialmärkte oft kostenlos entgegen - das spart Entsorgungskosten und hilft anderen.

Tipps zum Sparen

  1. 1 Sichern Sie Dokumente, Sparbücher, Fotos und Wertgegenstände selbst, bevor das Team anrückt - Verlorenes ist nach dem Abtransport praktisch unauffindbar.
  2. 2 Holen Sie zwei bis drei Festpreisangebote nach Vor-Ort-Besichtigung ein und vergleichen Sie nicht nur den Preis, sondern auch den enthaltenen Reinigungsumfang.
  3. 3 Klären Sie mit dem Vermieter schriftlich, welcher Übergabezustand verlangt wird - besenrein oder professionell gereinigt -, damit es bei der Kaution keine Abzüge gibt.
  4. 4 Verkaufen Sie wertvolle Einzelstücke vorab selbst über Willhaben oder das Dorotheum, statt sie pauschal über die Wertanrechnung zu veräußern.

Ablauf und typische Sonderfälle

Eine durchschnittliche Wohnungsauflösung läuft in einem Tag ab: Ein Team aus zwei bis vier Personen räumt eine 2- bis 3-Zimmer-Wohnung an einem Arbeitstag, ein Haus kann zwei bis drei Tage dauern. Sichern Sie unbedingt vorher persönliche Dokumente, Fotos, Sparbücher und Wertgegenstände selbst - was einmal auf dem LKW ist, ist praktisch nicht mehr auffindbar. Typische Kostentreiber sind: Wohnungen in oberen Stockwerken ohne Aufzug (Aufpreis 10 bis 20 Prozent pro Stockwerk), enge Wiener Altbau-Stiegenhäuser, in denen Möbel zerlegt werden müssen, sowie Sondermüll wie alte Farben, Chemikalien oder asbesthaltige Materialien. Auch die Parksituation spielt eine Rolle: In dicht verbauten Stadtbezirken muss eine Halteverbotszone beantragt werden (etwa 30 bis 50 EUR, mindestens eine Woche Vorlauf). Bei einer Auflösung nach Todesfall greift häufig die Verlassenschaftsabhandlung - hier darf erst nach der Einantwortung durch das Gericht geräumt werden.

Häufige Fragen

Eine 3-Zimmer-Wohnung kostet in Österreich komplett aufgelöst zwischen 1.500 und 3.000 EUR inklusive Abtransport, Entsorgung und besenreiner Übergabe. Der genaue Preis hängt vom Füllgrad, vom Stockwerk und vom Anteil an Sondermüll ab. Wird eine professionelle Endreinigung verlangt, kommen 200 bis 500 EUR hinzu. Über eine Wertanrechnung für brauchbare Möbel lassen sich 10 bis 30 Prozent sparen.

Eine Entrümpelung entfernt gezielt nicht mehr benötigte Gegenstände - oft bleibt die Wohnung danach bewohnt. Eine Wohnungsauflösung räumt den gesamten Haushalt vollständig und übergibt die Wohnung besenrein an Vermieter oder Käufer. Die Auflösung ist also umfangreicher und schließt meist die Endreinigung sowie das Ausbauen fixer Einbauten mit ein. Preislich bewegen sich beide in einem ähnlichen Rahmen, die Auflösung liegt durch die Übergabe-Anforderungen tendenziell am oberen Ende.

Eine 1-Zimmer-Wohnung ist in 3 bis 5 Stunden geräumt, eine 2- bis 3-Zimmer-Wohnung an einem Arbeitstag. Ein ganzes Haus mit Keller und Dachboden dauert zwei bis drei Tage. Bei stark vollgestellten Haushalten oder schwierigem Zugang ohne Aufzug kann sich die Dauer verlängern. Die Vor-Ort-Besichtigung gibt Aufschluss über den realistischen Zeitbedarf und fließt in das Festpreisangebot ein.

Nach einem Todesfall trägt grundsätzlich die Verlassenschaft beziehungsweise die Erben die Kosten der Wohnungsauflösung. Geräumt werden darf in der Regel erst nach der Einantwortung durch das Verlassenschaftsgericht, da bis dahin niemand allein über den Nachlass verfügen darf. Bei überschuldeten Verlassenschaften kann das Erbe ausgeschlagen werden - dann übernimmt die Abwicklung das Gericht. Klären Sie die rechtliche Lage vor der Beauftragung mit dem zuständigen Notar.

Zwingend nötig ist das nicht, aber zumindest zu Beginn ist Ihre Anwesenheit sinnvoll. Sie zeigen dem Team, was entsorgt werden soll und was erhalten bleibt, und sichern persönliche Gegenstände. Viele Firmen arbeiten nach einer kurzen Einweisung selbstständig weiter. Am Ende sollten Sie die leeren Räume gemeinsam begutachten und die Übergabe bestätigen, bevor Sie die Wohnung an den Vermieter zurückgeben.

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